Am Tannberg wurden Trauben gelesen

26.09.2018
Am Dienstag wurden im Weinberg von Reto und Susanne Vonarburg-Lässer die «Pinos Gris» gelesen. Für alle, die dabei waren, ein einmaliges Erlebnis.

Schenkon wird zum Winzerdorf! So könnte man meinen, wenn man vom Zollhaus bis zum Römerweg schaut oder gar fährt. Vier Weinberge säumen, nein, zieren den Weg. Gerade jetzt im Herbst ist das ein wunderbares Bild. Die reifen Trauben glänzen in der Sonne und nachher werden sich die Blätter goldgelb verfärben und ein veritables Gemälde in die herbstliche Landschaft zaubern.

Einer der vier Weinbetriebe gehört Reto und Susanne Vonarburg-Lässer. Bei ihnen wurden am Dienstag die Grauburgundertrauben gelesen. Der Weinberg «Am Tannberg» hat eine Fläche von 1.5 Hektaren. An den 9000 Rebstöcken reifen Trauben für 5000 bis 10'000 Flaschen Wein heran. 40% sind Blauburgunder, 35% Pinot Gris und 25% Gamaret. Reto Vonarburg ist seit rund 10 Jahren Weinbauer. Für ihn ist das ein zusätzliches Standbein. Sein Betrieb, den er von den Eltern übernommen hat, umfasst eine Gesamtfläche von rund 20 Hektaren. Mit von der Partie am Dienstag waren über ein Dutzend Helfer. Familienangehörige, Freunde, Bekannte, Weinfreunde aus Schenkon und Umgebung. «Ohne sie wäre die Arbeit nicht möglich», betont Reto Vonarburg. «Die Lese, der Wümmet, ist der erste Höhepunkt für den Weinbauer. Der nächste ist dann das Entkorken des neuen Weines», fährt er weiter. «Vor allem freut mich, dass wir in Schenkon langsam zu einem Winzerdorf werden», meint er abschliessend.

Auf den Weinjahrgang 2018 darf man sich freuen. Denn erstmals werden im Kanton Luzern mehr Flaschen Wein produziert als er Einwohner hat und zweitens soll es sich einen «Bombenjahrgang» handeln. Besser noch als es das Jahr 2003 war. Der Weinliebhaber erinnert sich: Es war ein Jahrhundertjahrgang. Die Erwartungen an den 2018er Wein sind also sehr hoch.