Hundeverbot bei der Seeparkanlage in Schenkon sorgt für Wirbel

20.06.2018, kul
Im Seepark Schenkon steht seit Frühling ein temporäres Hundeverbot. Die Hundebesitzer aus der Region sind verstimmt. Gemeinderat Raphael Wyss äussert sich zur Massnahme.

Der Seepark ist ein öffentlicher Begegnungsplatz zum Grillieren, Baden und Spazieren. Ein beliebter Treffpunkt für die Einwohner sowie für Touristen aus der ganzen Schweiz. Geschätzt wird die Schenkoner Seeparkanlage nicht nur als Ausflugsziel für Familien, sondern auch für Hundebesitzer. Doch seit April sorgt ein Hundeverbotsschild für Unverständnis und Verwirrung. «Seit jeher treffen sich Anwohner mit ihren Hunden zum Spielen im Park», sagt eine Hundebesitzerin. «Ein solches Verbot ist ein Ärgernis für Hundebesitzer und hinterlässt einen schalen Beigeschmack.» Das Verbot bezieht sich auf die Grünfläche, nicht aber auf den Kiesweg entlang dem Sempachersee.

Missachtete Leinenpflicht
Das temporäre Hundeverbot (von April bis September) sei aufgrund «unbeliebter Hinterlassenschaften» vom Gemeinderat ausgesprochen worden, hiess es im Schenkoner Infomagazin «Kontakt». Raphael Wyss, Bildungsvorsteher und Verantwortlicher für das Gebiet Seepark, erläuterte im Gespräch mit dieser Zeitung die Gründe für ein solches Verbot. «Seit den 90er-Jahren herrscht im Seepark eine Leinenpflicht. Doch diese wird nicht von allen eingehalten. Es kommt häufig vor, dass der Werkdienst Hundekot wegräumen muss», so Raphael Wyss. Um die Sauberkeit und Ordnung im Seepark zukünftig besser gewährleisten zu können, habe der Gemeinderat beschlossen, die Signaletik zu verschärfen. «Im Verlauf des Jahres wird sich zeigen, ob diese Massnahme zu einer Verbesserung der Sauberkeit führen wird.»

Hundekot schwierig zu beseitigen
180 Hunde leben in Schenkon. Beschwerden aus der Bevölkerung über den Aufenthalt der Vierbeiner im Seepark habe es laut Raphael Wyss keine gegeben. «Die Hunde selber sind kein Problem, sondern die Hinterlassenschaften auf den Liegeflächen», so Wyss. Für den Werkdienst sei es einfacher, Flaschen und Dosen einzusammeln, als den Rasen von Hundekot zu befreien. Aus diesem Grund sei das Spazieren auf dem Kiesweg und der Zugang zum See für die Hunde weiterhin erlaubt. «Das auf die Rasenfläche beschränkte Verbot ist nicht abwertend gemeint. Wir möchten die Hunde nicht komplett vertreiben, sondern ein gutes Nebeneinander von Erholungssuchenden und Hunden schaffen. Das Verbot gilt nur temporär über die Sommermonate hinweg.»
Dass nun alle Hundebesitzer unter dem Fehlverhalten anderer leiden müssen, stösst bei manchen auf Kopfschütteln. «Leider geht es nicht um die, welche sich korrekt verhalten», so der Gemeinderat. In Zukunft wolle man sich für einen saubereren Seepark einsetzen, wo das Nebeneinander von Mensch und Tier in einem gewissen Rahmen noch immer möglich sei.