Schenkon: Jonas und Joel sind für ihren ersten Schultag gewappnet

14.08.2018, Fabian Zumbühl
Rechnen, Schreiben, Lesen, Hausaufgaben – und neue Gspändli: Mit dem Beginn der Schulzeit ändert sich für Joel und Jonas so einiges. Aber auch für Mutter Yvonne Senn wird der Tagesablauf ab nächster Woche nicht mehr der gleiche sein.

Die Vorfreude auf ihren ersten Schultag steht den Zwillingen Joel und Jonas Senn ins Gesicht geschrieben. Ab nächstem Montag besuchen die zwei Schenkoner Buben nach einjähriger Kindergartenzeit nun auch die erste Klasse der Basisstufe im Schulhaus Tann. Der Schulbetrieb wird sich für die Kinder dabei äusserst übersichtlich gestalten: Insgesamt zehn Primarschüler und sechs Kindergärtler besuchen dieses Schuljahr die kleine Schule auf dem Tannberg.

Buben freuen sich aufs Schreiben
Sie seien schon ein wenig aufgeregt, sagen die Zwillinge, wenn sie an den nächsten Montag denken. Doch die Vorfreude sei gross – auch auf die neuen Gspändli, die sie in der Schule kennenlernen werden. Die beiden Buben freuen sich besonders auf das Fach Deutsch: «Das Schreiben finde ich toll», sagt der sechseinhalbjährige Jonas. Ganz von vorne anfangen müssen die beiden nämlich nicht. Von ihren Eltern haben sie aufgrund ihres gossen Interesses nämlich bereits im Vorfeld schon einiges gelernt. Und auch davon, was sie später einmal für einen Beruf ausüben wollen, haben die aufgeweckten Buben schon eine Vorstellung. «Archäologe», antwortet Jonas ohne überlegen zu müssen. «Da kann man beim Ausgraben viele neue Dinge entdecken.» Schon jetzt hat sich der Sechseinhalbjährige eine kleine Steinsammlung angelegt, die stetig wächst. Und für Zwillingsbruder Joel ist klar: «Ich will Polizist werden, weil die Einbrecher fangen.»

Etwas mehr Zeit für sich selbst
Wie es ist, wenn das Kind zum ersten Mal in die Schule geht, durften die Eltern bereits bei ihrem heute zehnjährigen Sohn Fabio erleben. «Damals hatte ich schon etwas Mühe, loszulassen», sagt Yvonne Senn rückblickend. Jetzt, wo auch die jüngeren Zwillinge in diese neue Lebensphase eintreten, sei es für sie einfacher, und sie freue sich sehr für ihre Jungs. Da nun alle drei Kinder die Schule besuchen, werde sie im Alltag künftig wohl etwas flexibler sein und wieder etwas mehr Zeit für sich selber haben, meint Yvonne Senn. Doch auch wenn ihre drei Buben nunmehr ausser Haus seien, komme sie nicht darum herum, die Woche jeweils genau zu planen. «Einkaufen, Kochen und vieles mehr will einfach organisiert sein», weiss Senn, die zudem einen Tag pro Woche im Verkauf arbeitet.

Eltern müssen à jour bleiben
Deutsch, Mathematik, Sport, Religion und andere Fächer: Im ersten Schuljahr besuchen Joel und Jonas pro Woche insgesamt 27 Lektionen à 45 Minuten. Zwei Nachmittage haben sie frei. «Die Kinder haben nach Lehrplan 21 mehr Schulstunden, dafür weniger Hausaufgaben», sagt Yvonne Senn. Überhaupt sei heute im Vergleich zu ihrer eigenen Schulzeit vieles anders. «Ich denke, heute wird von den Kindern viel mehr erwartet, alles geht viel schneller. Kaum können die Kinder einigermassen lesen und schreiben, beginnt ab der 3. Klasse der Englischunterricht.»
Und auch für die Eltern sei es nicht immer einfach, die Kinder in ihrem Schulalltag zu begleiten: «Wenn man die Kinder zuhause beim Lernen unterstützen will, muss man selbst immer à jour bleiben.» Hinzu kämen auch einige Termine, die man als Eltern während eines Schuljahrs wahrnehmen müsse. Der erste Elternabend findet beispielsweise gerade mal drei Wochen nach dem Schulstart statt.

Für den ersten Schultag gerüstet
Ob sie denn schon alles Nötige für den ersten Schultag beisammen haben? Stolz zeigen Joel und Jonas dem Autoren dieses Artikels ihre Schulrucksäcke, die sie an Ostern geschenkt bekommen haben. «Die sind praktisch, wenn wir auf unserem Schulweg bergauf laufen müssen», weiss Jonas. Und auch die Etuis sind vorhanden. Darin befindet sich alles, was das Schülerherz begehrt: Farb- und Bleistifte, Radiergummi, Leim, Schere und ein Geodreieck. Der erste Schultag kann kommen.