Skip to main content Skip to page footer

Suchformular

Anmeldung wird geprüft

Region

Achtung: Hier wird überwacht

Matteo Hug 19. August 2026

Rund um den Sempachersee und im Surental hängen über hundert Überwachungskameras im öffentlichen Raum. Auf Schulhöfen, bei Sammelstellen und in Parkhäusern. Welche Gemeinden auf Videoüberwachung setzen und welche zur Stärkung der Sicherheit zu milderen Massnahmen greifen.

Rund um den Sempachersee und im Surental hängen über hundert Überwachungskameras im öffentlichen Raum. Auf Schulhöfen, bei Sammelstellen und in Parkhäusern. Welche Gemeinden auf Videoüberwachung setzen und welche zur Stärkung der Sicherheit zu milderen Massnahmen greifen.

«Es ist punktuell sinnvoll, eine Videoüberwachung präventiv einzusetzen», meint Marcel Bühler, Bereichsleiter öffentliche Sicherheit der Stadt Sursee. Seit 2012 sind Kameras in der Stadt im Einsatz. Heute hängen in Sursee 59 Überwachungskameras an öffentlichen Orten – darunter die Schulanlagen, aber auch das Parkhaus Stadthalle und das Alterszentrum St. Martin. «Diese dienen unter anderem zur Verhütung von Sachbeschädigungen und Diebstählen.» Dank des Bildmaterials konnten einige Vorfälle von Sachbeschädigungen durch die Luzerner Polizei aufgeklärt werden – die Täterschaft wurde zur Rechenschaft gezogen.

Doch Kameras sind nicht das einzige Mittel im Kampf gegen Vandalismus und Co.: «Die Stadt Sursee betreibt einen Gemeindeordnungsdienst. Dabei sind unsere aufmerksamen Hauswarteteams wichtige Player.» Wie im kantonalen Videoüberwachungsgesetz vorgeschrieben, ist auch in Sursee eine Liste der Standorte öffentlich einsehbar. «Die Publikation inklusive Pläne im Netz wird sehr begrüsst», meint Marcel Bühler.

Von Triengen bis Neuenkirch

Mit 59 Kameras ist Sursee zwar Spitzenreiter in der Region – jedoch bei weitem nicht die einzige Gemeinde, die auf Kameras setzt. Triengen überwacht «die drei grössten Schulhäuser», wie die Schule auf Nachfrage mitteilt. Geuensee betreibt bei den Schulhäusern Dorf und Kornmatte insgesamt 23 Kameras. In der Schule Grundhof in Schenkon hängen 11 Kameras. An den Sammelstellen Werkstoffe in Knutwil und St. Erhard sind Kameras im Einsatz. In Büron sind seit Anfang Mai beim Schulhaus und beim Träff-Ponkt insgesamt 13 Kameras in Betrieb.

Auch am oberen Sempachersee greifen Gemeinden auf Kameras zurück: Neuenkirch überwacht die Schulanlagen in Neuenkirch-Dorf, Sempach-Station und Hellbühl. In Nottwil sind es die Sammelstelle Gewerbestrasse, der Fahrradständer beim Parkplatz Kirchmatte und das Jugendlokal Palmino. In Rain kommen je eine Kamera beim Schulhaus Chrüzmatt und dem Sportplatz zum Zug – bei der Entsorgungsstelle Petermann sind es zwei.

Prävention statt Kameras

In Oberkirch, Hildisrieden, Eich, Mauensee und Schlierbach sind derzeit keine Überwachungskameras in Betrieb. Auch Sempach verzichtet auf Videoüberwachung. «Grundsätzlich ist das Auswerten von Datenmaterial unter Berücksichtigung des Datenschutzes sehr aufwendig», schreibt die Stadt auf Nachfrage. Obwohl es auch in Sempach zu Sachbeschädigungen kommt, setzt man auf präventive Massnahmen: Eine Sicherheitsfirma patrouilliert von Mitte Mai bis Ende September im Städtli, bei der Seeallee, den Schulen und weiteren «neuralgischen Punkten». Sollte jedoch künftig eine markante Zunahme feststellbar sein, werde auch Sempach Videoüberwachung als weiteren Schritt prüfen.