Die Stadt Sursee ist für die Bewirtschaftung des Fussballrasens in Sursee verantwortlich. Die stellvertretende Stadtschreiberin Andrea Stutz begründet die Bewässerung auf Anfrage wie folgt: «Von der anhaltenden Trockenheit sind auch die Naturrasenplätze betroffen. Die Stadt bewässert diese Plätze weiterhin – jedoch bedarfsgerecht und ausschliesslich im absolut notwendigen Mindestumfang.» Der Grund dafür liege in Folgeschäden, denn, so Stutz: «Ohne Bewässerung könnte ein Pilz auf der Grünfläche grassieren und diese nachhaltig beschädigen. Die Plätze wären dann für die zahlreichen Junioren- und Aktivmannschaften des FC Sursee nicht mehr oder nur eingeschränkt nutzbar. Zudem müssten die Naturrasenplätze allenfalls finanziell und personell aufwendig saniert oder gar ersetzt werden.»
Werkdienst ab 4 Uhr unterwegs
Die Stadt Sursee hat bis jetzt keinen Aufruf zum Wassersparen ausgesprochen. Wegen der anhaltenden Trockenheit sorgt das Bewässern von Rasenflächen generell für Diskussionsstoff. Stutz differenziert: «Es gibt einen Unterschied zwischen privaten Rasenflächen und einem stark genutzten Fussballplatz. Ein privater Rasen kann in Trockenperioden länger gehalten werden. Das reduziert die Verdunstung und schützt den Boden dank Schatten vor dem Austrocknen. Auf einem Fussballplatz ist das nicht möglich. Für einen sicheren und regelkonformen Spiel- und Trainingsbetrieb muss der Rasen kurz gehalten werden.» Dadurch aber trockne der Rasen schneller aus und benötige deswegen eine minimale Bewässerung, «damit die Grasnarbe erhalten bleibt und der Platz weiterhin genutzt werden kann», so Stutz. Der Werkdienst der Stadt Sursee ist daher bereits ab 4 Uhr unterwegs, um die notwendigen Arbeiten in den frühen Morgenstunden auszuführen.
FC Sursee nicht eingeschränkt
Trotz der anhaltenden Trockenheit sieht sich der FC Sursee derzeit nicht eingeschränkt, bestätigt der Präsident Christian Bertschi. «Derzeit können alle unsere Trainings stattfinden – auch dank der guten Bewirtschaftung der Rasenfelder durch die Stadt Sursee», ergänzt er, «der eigentliche Spielbetrieb aber startet erst am 15. August.»
Wäre Kunstrasen sinnvoller?
In Eich wurde zu Beginn des Jahres in einen millionenschweren Kunstrasenplatz investiert. Christian Bertschi vom FC Sursee ist überzeugt, dass die Trockenheit kein Argument für einen raschen Ausbau von Kunstrasen in Sursee ist, und erklärt: «Für einen Trainings- und Spielbetrieb müsste auch ein Kunstrasen bei diesen trockenen Verhältnissen gewässert werden.»
