Die Gemeinde hat schon seit Wochen die Bewässerung ihrer öffentlichen Grünflächen, Rabatten und Pflanzungen eingestellt. Es gibt eine einzige, klar begrenzte Ausnahme: den Sportrasen bei der Turnhalle. Dieser Platz ist für den Schul-/Vereinssport und die Bevölkerung von zentraler Bedeutung. Der Schule steht keine gleichwertige Ausweichmöglichkeit zur Verfügung. Würde der Rasen vollständig austrocknen und dauerhaft geschädigt, wäre voraussichtlich eine umfassende Sanierung notwendig. Diese hätte erhebliche Kosten zur Folge. Zudem könnte der Platz während mehrerer Wochen nicht genutzt werden.
Nach Notwendigkeit bewässert
Der Sportrasen wird deshalb nur noch stark reduziert und bedarfsgerecht bewässert. Es geht nicht darum, einen optisch grünen Rasen zu erhalten. Bewässert wird nur so viel, wie notwendig ist, um eine vollständige Sanierung und die damit verbundenen Kosten zu verhindern. «Als Gemeindepräsident ist mir wichtig, diese Ausnahme offen zu erklären. Sie ist kein Komfortentscheid, sondern eine eng begrenzte Schutzmassnahme für eine zentrale öffentliche Infrastruktur. Damit lösen wir auch unser Versprechen ein, mit den Steuergeldern der Bevölkerung umsichtig umzugehen», sagt Marcel Häberli, Gemeindepräsident von Schenkon, und dankt der Bevölkerung für das bewusst sparsame Verwenden von Trinkwasser. «Sollten weitergehende Massnahmen notwendig werden, wird die Bevölkerung umgehend informiert», heisst es in der Mitteilung.
Verbot und Sparaufruf sind nicht dasselbe
Der Kanton Luzern hat Wasserentnahmen aus zahlreichen Oberflächengewässern eingeschränkt oder untersagt. Dies betrifft insbesondere bewilligte Entnahmen aus Bächen und Flüssen. Diese kantonalen Einschränkungen sind nicht mit einem allgemeinen Bewässerungsverbot für Trinkwasser aus dem Leitungsnetz gleichzusetzen.
Aquaregio meldet aussergewöhnlich hohe Wasserverbräuche. In einzelnen Versorgungsgebieten wird derzeit mehr als doppelt so viel Wasser bezogen wie an vergleichbaren Tagen. Die Anlagen zur Wassergewinnung, Aufbereitung und Speicherung stossen an ihre Belastungsgrenze. Steigt der Verbrauch weiter, können betriebliche Einschränkungen notwendig werden.
Regelung in Schenkon
In Schenkon gilt derzeit kein allgemeines Bewässerungsverbot mit Trinkwasser aus dem Leitungsnetz. Es besteht jedoch ein dringender Aufruf, Trinkwasser bewusst und sparsam zu verwenden. Die Lage wird durch Aquaregio, die kantonalen Behörden und die Gemeinde laufend beurteilt.
