19.06.2020

Am Sonntag findet die Gedenkfeier an 1386 statt

von STI (1)

Die Gedenkfeier Sempach findet dieses Jahr aufgrund der coronabedingten Situation im kleinen Rahmen statt. 1386 besiegten die Eidgenossen etwas ausserhalb von Sempach die Habsburger mit Herzog Leopold. 

Die Kurzversion des Sempacherkriegs, deren Höhepunkt die Schlacht bei Sempach war, lautet gemäss «Historisches Lexikon der Schweiz» so:

Sieg schwächte Habsburg

Der Sempacherkrieg war die entscheidende militärische Auseinandersetzung zwischen der Herrschaft Österreich und der Eidgenossenschaft im Streit um den Ausbau der jeweiligen Territorialherrschaft im Raum zwischen den habsburgischen Vorlanden und den Alpen. Der Sieg der Eidgenossen in der Schlacht bei Sempach am 9. Juli 1386 schwächte Habsburg-Österreich so sehr, dass es seine Herrschaftspositionen in den Gebieten südlich des Hochrheins langfristig nicht halten konnte.

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Weiter schreibt Autor Stefan Jäggi, dass der genaue Ablauf der Schlacht unklar sei und die Winkelriedstat erst später als Erklärungsmotiv für die Wende in die Überlieferung eingeflossen sei. «Mit Herzog. Leopold III. fiel eine grosse Zahl regionaler Adliger, so jeweils mehrere Mitglieder der Familien von Aarberg, Baldegg, Bechburg, Büttikon, Eptingen, Falkenstein, Hallwil, Reinach und Rotberg.»

Untat oder Hilfe Gottes

Die habsburgische Niederlage habe weit herum Aufsehen erregt. Während sie in der österreichischen Geschichtsschreibung als Untat rebellischer Untertanen gegen ihren rechtmässigen Herrn galt; wurde der Sieg nach eidgenössischer Ansicht dank der Hilfe Gottes errungen. 

Schon ein Jahr nach der Schlacht wurde die Kapelle neben dem Schlachtfeld eingeweiht. 

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In diesem Jahr spricht Thomas Süssli, der Chef der Armee mit Wohnsitz in Oberkirch, zu einem kleinen Kreis geladener Gäste. 

Weil Corona keine «normale» Feier zulässt, sparte der Kanton viel Geld. Der Regierungsrat beschloss nun, einen Teil der eingesparten Mittel gemeinnützigen Organisationen im Kanton Luzern zu spenden. Nutzniesser ist unter anderem die Plattform Freiwilligenarbeit Sempach, die 5000 Franken erhält. 

Verantwortung übernehmen

Regierungspräsident Paul Winiker dazu: «Verantwortung für die Gemeinschaft übernehmen ist ein zentrales Thema von Sempach. Wir denken deshalb jetzt an jene, die stark unter der Coronakrise gelitten haben, aber bisher nicht im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit standen.»


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