Absolut nichts – könnte man meinen. Doch nachdem der gesamte Saisonbetrieb gegen Ende September heruntergefahren wird, alles aufgebraucht, ausgetrunken, aufgegessen, verschenkt, gespendet, gereinigt und winterfest verstaut wurde, geht die Arbeit weiter. Es werden Abrechnungen und Auswertungen gemacht. Gespräche mit den Gemeinden und Mitarbeitern geführt, Rückschlüsse gezogen und Planungen für die nächste Saison aufgestellt. Und ja, leider schneit es auch im Winter Rechnungen herein. Spätestens im Januar beginnen dann die Vorbereitungen für die kommende Saison. Es geht los mit Personalrekrutierungen, Vorstellungsgesprächen, Lieferantenverhandlungen, Vertragsunterzeichnungen, Degustationen sowie baulichen und organisatorischen Massnahmen. Nach und nach wird die Planung konkreter und detaillierter. Was bleibt auf der Karte? Was kommt neu dazu? Welche Pommes frites, in welcher Grösse und welche Gewürze werden verwendet? Welche Glaces nehmen wir ins Sortiment? Wie viele Gefriertruhen und Lagermöglichkeiten haben wir? Wer liefert wann? Platzmangel ist neben der Challenge, ein perfektes Team zusammenzustellen, einer der kritischsten Faktoren. An schönen Wochenenden werden Hunderte Kilos an Lebensmitteln verarbeitet, die alle fristgerecht bestellt, angeliefert und verstaut werden müssen. Bevor es auf die Eröffnung zugeht, machen wir uns an die Planung für das Auswintern. Es wird alles gereinigt und wieder neu eingeräumt sowie Erstbestellungen und Personalplanungen gemacht.

Stéphanie Stöckli.
Foto zVg
Was muss neu beschriftet, repariert oder ausgetauscht werden? Welche grösseren Anschaffungen und Investitionen sind nötig? Dies betrifft Kaffeemaschinen, Geschirrspüler, Fritteusen, Tiefkühltruhen und andere Gerätschaften, aber auch Investitionen in die Infrastruktur und Möblierungen. Verpackungen und Verbrauchsmaterial werden bestellt. Website, Google und Social Media müssen auf den neusten Stand gebracht werden. Dann müssen Kassen und Bezahlsysteme programmiert, Sicherheitsmassnahmen kontrolliert, Apotheken aufgefüllt, Mietmaterial gecheckt und Mitarbeiterbekleidung ausgewählt und bestellt werden. Dazu kommen etliche weitere Kleinigkeiten, um die man sich, neben dem beruflichen Alltag in seinen anderen Geschäften, kümmern muss. Mein persönliches Highlight ist, wenn ich mich an das Einrichten mit Pflanzen und Dekosachen machen kann. Da kann ich mich am Abend stundenlang verweilen. Dazu gehört auch, nach Feierabend mit dem neuen Team gemütlich ein Bierchen zu trinken und die Ruhe und die Natur «vor dem grossen Sturm» an diesen wunderbaren Orten zu geniessen. Kurz vor der Eröffnung, wenn alles eingerichtet und aufgefüllt ist, wird alles durchgetestet, degustiert, fotografiert, Arbeits- und Bestellabläufe optimiert und Rezepturen festgehalten. Dann werden die letzten Schliffe und Besorgungen gemacht, bevor der grosse Tag kommt. Das Schönste ist dann für uns alle, die freudigen Gesichter der Stammgäste wiederzusehen und gemeinsam in einen hoffentlich wunderbaren Sommer zu starten.
Seebadi Schenkon
Die Seebadi Schenkon startet am 10. Mai in die Sommer-Saison, die – je nach Wetter – bis Mitte September dauern wird. Betrieben wird die Badi seit 2022 von der Seebadi Schenkon GmbH, bestehend aus Stéphanie und Andy Stöckli sowie Nuno Miguel. Genauso wie im Strandbad Sursee sorgt auch in der Seebadi Schenkon Dock 6210 für das leibliche Wohl der Gäste. Neben Bowls, Salaten und den Badi-Burgers werden auch Mittagsmenüs angeboten.
