Die gute Nachricht ist: Die Trinkwasserversorgung in der Region Sursee ist gewährleistet. Trotz der Trockenheit, die gefühlt schon seit Ewigkeiten dauert. Und trotz Verbrauchswerten, die deutlich über den bisherigen Spitzenwerten liegen. Gleichzeitig laufen die Anlagen des Wasserversorgers Aquaregio im 24-Stunden-Dauerbetrieb. Damit stösst man an die Belastungsgrenze.
Mit der Trockenheit gehen die Gemeinden unterschiedlich um. Während in Sursee kein Aufruf zum Wassersparen gilt, appelliert Schenkon, den Verbrauch zu drosseln. Dies ist nicht nur sinnvoll, sondern auch aus finanzieller Sicht nachvollziehbar, denn je mehr Wasser eine Gemeinde in Spitzenzeiten bezieht, desto höher fallen die Kosten aus. Für Diskussionsstoff sorgt indes die Bewässerung von Sportanlagen, welche laut Behörden teure Folgeschäden verhindert.
Es ist offensichtlich, dass die Trockenheit verheerende Spuren bei Flora und Fauna hinterlässt. Wasser ist hierzulande zwar noch kein knapper Luxus, trotzdem darf man vernünftig damit umgehen. Denn auch bei uns steigen Druck auf Ressourcen und Aufbereitungskosten. Gefordert ist auch die Politik – etwa mit Massnahmen wie Bach-Renaturierungen mit Schattenplätzen, um Fischen, die jetzt aufgrund der Trockenheit en masse sterben, ihren Lebensraum zurückzugeben.
Gleichzeitig kann jede und jeder schon heute handeln, auch ohne Sparaufruf, und sich fragen: Muss das Auto wirklich gewaschen, der Pool gefüllt und der Rasen gesprengt werden? Freiwillige Zurückhaltung sichert die Wasserreserven – und schont das eigene Budget sowie auch das der Nachbarn.
