Ein Kind liest aus einem Buch vor und die Hündin Icara hört aufmerksam zu – mit diesem Angebot namens «nur für Hundeohren» wird in der Regionalbibliothek Sursee angeboten, was Kindern mit Leseschwäche helfen kann. Sie können im geschützten Rahmen das Lesen üben und dabei ihre Lesekompetenz stärken.

Stefanie Zumbach.
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Lesen zu können, ist heute unumgänglich. Ob im Schulalltag oder auf der Durchreise am Bahnhof. Ohne lesen zu können, findet man sich kaum zurecht. Ich zum Beispiel hatte das Glück, in einer Familie aufzuwachsen, die mir die Leidenschaft fürs Lesen in die Wiege gelegt hat. Unser liebster Familienausflug führte uns immer in eine Bücherei, Bibliothek oder ein Bücher-Brocki. Doch nicht jedes Kind erlebt Bücher als Türen in fremde Welten und die eigene Fantasie. Für manche ist Lesen eine Notwendigkeit, die Mühe macht. Das zeigt auch die Pisa-Studie von vor einem Jahr: Die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen sinkt, in der Schweiz erreicht rund jedes dritte Kind das Mindestniveau nicht mehr. Besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass unsere Welt genauso aus Buchstaben wie aus Zahlen besteht. Was hilft? Vielleicht genau das, was Icara macht: Sie urteilt nicht, korrigiert nicht, sondern hört einfach zu. Wo der Druck wegfällt, wird Lesen zur Freude und wer gerne liest, übt von selbst. Schulen und Institutionen bieten dafür auch hier in der Region ein vielfältiges Angebot. Denn Lesen ist das Werkzeug, mit dem wir nicht nur in neue Geschichten abtauchen, sondern auch Wissen aufnehmen und uns Meinungen bilden. Es lohnt sich also, die Lesekompetenz zu stärken, und das darf Spass machen.stefanie. zumbach@surseerwoche.ch
