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Mitarbeitende als zentraler Erfolgsfaktor

red 02. Mai 2026

Im letzten Jahr konnte die Schweizer Paraplegiker-Gruppe einen Jahresgewinn von 5,2 Millionen Franken erzielen, das entspricht etwa einem Drittel des Gewinns vom Vorjahr.

Im letzten Jahr konnte die Schweizer Paraplegiker-Gruppe einen Jahresgewinn von 5,2 Millionen Franken erzielen, das entspricht etwa einem Drittel des Gewinns vom Vorjahr.

Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe (SPG) blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Sie erzielte einen Gewinn von 5,2 Millionen Franken, teilt die SPG mit. Während sich die betriebliche Leistung der Schweizer Paraplegiker-Gruppe im Gegensatz zum Vorjahr um rund 20 Millionen Franken erhöhte, stieg auch der Betriebsaufwand vor allem aufgrund des höheren Personalaufwands und betrug 329,5 Millionen Franken (Vorjahr 313,9 Mio.). 

Die Schweizer Paraplegiker-Gruppe zählt zu den grössten Arbeitgeberinnen und Ausbildungsstätten der Zentralschweiz. Stetig verbesserte Arbeitsbedingungen, Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten für die Mitarbeitenden zeigen Wirkung: Die Gesamtfluktuation der Gruppe liegt bei 11,3 Prozent, jene beim SPZ sank erstmals seit Jahren auf unter zehn Prozent. Das ist deutlich unter dem Schnitt des Schweizer Gesundheitswesens mit einer durchschnittlichen Fluktuationsrate von 25 Prozent. Gruppenweit wurden 63 Stellen geschaffen und 76 neue Mitarbeitende eingestellt, womit die SPG Ende Jahr 2203 Mitarbeitende beschäftigte. Der Frauenanteil lag bei 73 Prozent. Zudem waren 192 Lernende und Studierende in Ausbildung, über 80 Prozent der Lernenden blieben nach Abschluss bei der SPG.

Rund ums Paraplegiker-Zentrum

Ende 2025 waren zwei Millionen Menschen aus 1,3 Millionen Haushalten Mitglied der Gönnervereinigung der Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Mit ihren Mitgliederbeiträgen und zusätzlichen Spendengeldern unterstützen sie querschnittgelähmte Menschen und das weltweit einzigartige Leistungsnetz der Schweizer Paraplegiker-Gruppe. Zudem erhalten Mitglieder bis zu 250'000 Franken, wenn sie nach einem Unfall querschnittgelähmt und lebenslang auf den Rollstuhl angewiesen sind. Beliebt sind Dauermitgliedschaften: Im vergangenen Jahr wurden 11'583 davon abgeschlossen – insgesamt sind es heute 154’485 Dauermitglieder.

Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung zahlte im vergangenen Jahr 8,8 Millionen Franken (Vorjahr: 7,4) an neu verunfallte Menschen aus, die Mitglied waren. Die gesamten direkten Leistungen an querschnittgelähmte Menschen wie etwa für nicht gedeckte Pflegekosten, Hilfsmittel, Anpassungen von Fahrzeugen oder Umbauten für hindernisfreie Wohnräume betrugen 33,2 Millionen Franken. Insgesamt wurden rund 1700 Gesuche geprüft und über 90 Prozent davon gutgeheissen.

Die Spezialklinik der Schweizer Paraplegiker-Stiftung, das Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, verzeichnete im vergangenen Jahr mit 62’720 Pflegetagen einen neuen Höchststand. Insgesamt wurden 1103 stationäre Patientinnen und Patienten mit Querschnittlähmung behandelt. Der hohe Pflegebedarf spiegelte sich in einem durchschnittlichen Pflegeaufwand von 6,2 Stunden pro Patientin, Patient und Tag wider. Parallel dazu baute die Spezialklinik ihre medizinischen Leistungen weiter aus. Die Zahl der durchgeführten Operationen stieg gegenüber dem Vorjahr um rund zehn Prozent auf 1725 Eingriffe. Auch im ambulanten Bereich setzte sich das Wachstum fort – die ambulanten Kontakte nahmen um zwei Prozent zu. Von den stationär behandelten Menschen waren 55 Prozent von einer Tetraplegie und 45 Prozent von einer Paraplegie betroffen. 21 Prozent der Patientinnen und Patienten kamen zur Erstrehabilitation ins SPZ, 79 Prozent zur Folgebehandlung.

Rekordzahl an Interessierten

31’300 Menschen erkundeten im vergangenen Jahr die interaktive Ausstellung im Besuchszentrum oder nahmen an einem geführten Rundgang durch das Schweizer Paraplegiker-Zentrum teil. Darunter nahmen auch Schülerinnen und Schüler das spezifische Angebot für Schulklassen in Anspruch. Das ist ein neuer Rekord und verdeutlicht das Interesse der Öffentlichkeit an den Anliegen von querschnittgelähmten Menschen. 

Im vergangenen Jahr 2025 feierte die Schweizer Paraplegiker-Stiftung ihren 50. Geburtstag – unter anderem mit 30'000 Besuchenden an den Tagen der offenen Tür. Zu den Höhepunkten des Jubiläumsjahres gehörte der 90. Geburtstag des Stiftungsgründers Guido A. Zäch. Als Mensch, Visionär und Pionier hat er durch seinen unermüdlichen Einsatz das Leben von Menschen mit Querschnittlähmung und deren Lebensqualität nachhaltig geprägt und verbessert. Einige Monate nach seinem 90. Geburtstag, am 16. Februar 2026, verstarb Guido A. Zäch im engsten Kreis seiner Familie.

Betroffene haben heute Chancen und Perspektiven, die einst undenkbar waren – zum Beispiel, dass über 60 Prozent der Querschnittgelähmten wieder ins Berufsleben zurückkehren können, der weltweite Durchschnitt beläuft sich auf 37 Prozent.