Tim Hagmann, Direktor Lustat Statistik Luzern, konnte an der Versammlung mit Zahlen aufwarten. Und diese Zahlen, bezogen auf die drei Gemeinden Geuensee, Büron und Triengen, zeigten auf, woher die migrantische Bevölkerung mehrheitlich stammt. Während im Kanton Luzern die meisten Immigranten aus Deutschland kommen, belegt das Nachbarland in den drei Surentaler Gemeinden den zweiten Platz. Kosovo hält da jeweils den Spitzenplatz inne; im Kanton folgen die Kosovaren auf Platz drei; an zweiter Stelle liegt Italien. Unterschiedlich ist die drittstärkste Nation in den Surentaler Gemeinden: Portugal in Triengen, Italien in Büron, Serbien in Geuensee. Arbeitsmigration.
Anteil der Flüchtlinge
Wo bleiben Menschen aus Afrika, Syrien, Afghanistan? Also die Personen, die als Flüchtlinge in die Schweiz gekommen sind und um Asyl nachsuchen. «Flüchtlinge machen durchschnittlich fünf bis sieben Prozent der ausländischen Bevölkerung aus, mit grösseren Schwankungen bei besonderen Ereignissen wie Krieg», sagte Tim Hagmann.
Die Zahl der ausländischen Bevölkerung ist zwischen 1994 und 2024 unterschiedlich gewachsen, in Geuensee um 52 Prozent, in Büron um 103 Prozent und in Triengen um 127 Prozent. Im ganzen Kanton stieg sie um 101 Prozent. Dabei ist die Gesamtbevölkerung in Büron mit 59 Prozent am stärksten gewachsen, vor Geuensee mit 46 und Triengen mit 23 Prozent. Die Statistik zeigt, dass die Schweizer Bevölkerung in diesem Zeitraum in Triengen bloss um 4, in Geuensee aber um 45 und in Büron gar um 47 Prozent gewachsen ist. Die kantonalen Wachstumszahlen: total 30 Prozent, Schweizer 18 und Ausländer 101 Prozent.
Rund 25 % Ausländer
Hagmann zeigte beispielhaft die regionalen Unterschiede bezüglich Ausländeranteil an der Bevölkerung: Romoos 5,3 Prozent, Emmen 38,5 Prozent. Im Surental bewegen sich die Zahlen um einen Viertel der Gesamtbevölkerung: Geuensee 23 Prozent, Büron 27,6 Prozent, Triengen 28,1 Prozent. Und der kantonale Durchschnitt liegt bei 21,5 Prozent.
Was bedeuten diese Zahlen? Prognosen für die Zukunft? Der Statistiker liess sich nicht auf die Äste hinaus. Die wirtschaftliche Situation und Konflikte beeinflussten die Migration. Mit dem Schrumpfen der Einwohnerzahl in der Europäischen Union sei es möglich, dass Länder ihre Leute zurückholten. Eine Tendenz, die sich auch im Kanton Luzern zeige: Statt 2,1 Kinder pro Frau, die zum Erhalt der Bevölkerung nötig wären, stehe die Geburtenrate im Kanton Luzern bei 1,4, etwas höher als der gesamtschweizerische Schnitt von 1,3 Kindern.
Co-Präsidium führt neu
Der Verein verabschiedete seine Präsidentin Alexandra Stocker. Sie bleibt als Sozialvorsteherin von Geuensee dem Vorstand erhalten. Neu amten im Co-Präsidium die bisherige Aktuarin Brigitte Schmid und Bernadette Thürig, bisher Finanzministerin, beide aus Triengen. Neu im Vorstand Einsitz nehmen Ingbert Kaczmarczyk aus Geuensee und Beatrice Juchli aus Triengen. Aus dem Vorstand zurückgetreten ist Besa Tahiri, Geuensee. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Claudia Schatzmann (Sozialvorsteherin Triengen), Matthias Müller (Sozialvorsteher Büron), Andrea Klose (Reformierte Kirche) und Roland Bucher (Katholische Kirche).
Anlaufstelle hilft im Alltag
Die Anlaufstelle des Vereins leitet weiterhin Mirjam Breu. Auf der Website (integration-surental.ch) sind die Angebote und Anlässe des Vereins zu finden. Deutschkurse, Hilfe bei Formularen durch Schlüsselpersonen, Lese- und Schreibdienst, Unterstützung bei Bewerbungen, Finanzen und Schule sind Themen. Die Zahl der Beratungen nehme zu, sagt Mirjam Breu. 2025 waren es in Triengen gegen 70, in Geuensee über 40 und auch in Büron mehr als 20.

