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Sport

ParAthletics 2026: Ein Weltrekord und zwei Siege für Catherine Debrunner

RED 22. Mai 2026

Der Auftakt der ParAthletics 2026 ist gelungen: Catherine Debrunner wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte sowohl über 200 wie 800 Meter jeweils mit grossem Vorsprung auf die Konkurrenz. Auch Marcel Hug fuhr ein gutes Rennen über 800 Meter.

Der Auftakt der ParAthletics 2026 ist gelungen: Catherine Debrunner wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und siegte sowohl über 200 wie 800 Meter jeweils mit grossem Vorsprung auf die Konkurrenz. Auch Marcel Hug fuhr ein gutes Rennen über 800 Meter.

Die Weltelite der Para-Leichtathletik misst sich in Nottwil. Am ersten Wettkampftag herrschten perfekte Bedingungen, und das Publikum feierte insgesamt fünf neue Weltrekorde. Mehr als 450 Athletinnen und Athleten aus der ganzen Welt sind angereist, um auf der schnellen Bahn gute Zeiten zu fahren oder in Wurf- und Sprungdisziplinen gegeneinander anzutreten.

Zwei klare Siege von Debrunner

Der Auftakt in die ParAthletics 2026 ist Catherine Debrunner mit einem neuen Weltrekord über 200 Meter nach Wunsch gelungen: «Das Setup passte perfekt. Die harte Bahn in Nottwil, auf der ich, seit ich acht Jahre alt bin, regelmässig trainiere, das warme, trockene Wetter und starke Konkurrentinnen – das waren ideale Voraussetzungen. Deshalb habe ich schon ab dem Start eine schnelle Zeit avisiert.» Debrunner verbessert den eigenen Rekord, den sie 2022 auch hier aufgestellt hatte, um mehr als eine Sekunde auf 26.44 Sekunden. Da diese Distanz nicht mehr paralympisch ist, wird sie eher wenig gefahren. Schön daher, dass hier ein so starkes Feld teilnahm.

Auch für die 800 Meter hat sich Debrunner ein schnelles Rennen vorgenommen, aber die Erwartungen vor dem Start etwas relativiert: «Der aktuelle Weltrekord von mir in dieser Distanz ist schwer zu knacken, ich habe es schon mehrmals versucht. Mein Ziel ist heute eine Zeit unter 1:40.» Dieses Ziel hat sie mit einer Zeit von 1:38.14 klar erreicht, worüber sie sich freute: «Ich gab von Anfang an Vollgas und hatte mir vorgenommen, möglichst regelmässig zu fahren. Diese Taktik klappte gut, es fehlte nur wenig zu einem neuen Rekord. Vielleicht könnte ich mit einem schnelleren Start noch etwas herausholen. Davon ist mein Trainer überzeugt. Schauen wir beim nächsten Mal.»

Über 200 Meter haben auch Alexandra Helbling (Pfeffikon) in der Klasse T54 und Tanja Henseler (Sempach) in der Klasse T34 mit je einem dritten Platz überzeugt. Letztere sogar mit einem Schweizer Rekord. In der Klasse T54 verbesserte die Amerikanerin Tatyana McFadden über 800 Meter den Weltrekord von Manuela Schär (Kriens) von 2019 um 33 Hundertstel auf 1:41.14.

Hug gegen chinesische Übermacht

Nach dem Weltrekord über 10 Kilometer am letzten Wochenende in Arbon ging Marcel Hug mit dem erklärten Ziel, jedes Rennen zu gewinnen, an den Start. Bei seinem ersten Wettkampf über 800 Meter fuhr er ein eher taktisches Rennen. Sein stärkster Konkurrent, Hua Jin, nahm ihm auf den letzten Metern den Sieg noch ab, nachdem der Schweizer das Rennen vom Start weg bestimmt hatte. Er meinte dazu: «Ich war darauf vorbereitet, dass Hua Jin einen schnellen Start hinlegt. Das geschah nicht, und ich musste die Initiative ergreifen. Da der Chinese einen höheren Topspeed hat als ich, konnte er mich auf der Zielgeraden noch überholen.» Zusätzlich war eine frühere Serie noch schneller als Hug und Jin, sodass der Schweizer das Rennen auf dem vierten Platz beendete. «Nun fokussiere ich mich auf die Wettkämpfe über 1500 und 5000 Meter. Das sind meine stärkeren Distanzen.»

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