Am Sonntag gab es vorerst keine Überraschungen beim Nationalen Rollstuhl-Basketball Turnier in Nottwil. Die Favoriten der letzten Saison konnten ihre Finaltickets ohne Probleme lösen. Im Halbfinal trafen die Zürcher Highland Bulls mit Nationalspieler Cedric Köppel auf die Pilatus Dragons. Doch der Geschwindigkeit des jungen Rosters des amtierenden Schweizer Meisters hatten die Zürcher nicht genug entgegenzusetzen. Auf der anderen Seite der Tabelle trafen die Magic auf die Cupsieger aus St. Gallen. Letztere wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und sicherten sich ihrerseits den klaren Finaleinzug.
Rollstuhl-Basketball-Supercup
Der Cupsieger traf auf den Schweizer Meister um den Vorsaisontitel. Ein ungeplanter Schweizer Rollstuhl-Basketball-Supercup. Die Pilatus Dragons fanden zunächst nur schwer ins Spiel und gerieten gegen die effizient gestarteten St. Galler früh in Rückstand. Trotz einer zwischenzeitlichen Aufholjagd der Dragons kontrollierten die Gäste die Partie über weite Strecken und gingen mit einer 30:21-Führung in die Halbzeit. In der Schlussphase sorgte die Foulbelastung der St. Galler nochmals für Spannung, als sich die Dragons bis auf drei Punkte herankämpften. Doch die Ostschweizer behielten die Nerven, bauten ihren Vorsprung wieder aus und sicherten sich den Sieg dank einer starken Freiwurfquote in den letzten Minuten.
Generalprobe für die Damen-EM
Das Frauenteam «Women of Europe», das europäische Ensemble mit Schweizer Beteiligung, das sich vom 13. bis 17. Oktober in der Sporthalle Nottwil aufs Parkett rollt, konnte das Turnier als Standortbestimmung für die anstehende Rollstuhl-Basketball-B-Europameisterschaft der Damen in Nottwil nutzen. «In erster Linie ging es darum, dass wir nochmals Formationen testen konnten. Dabei standen die Resultate nicht im Vordergrund. Es war aber sehr wertvoll, sich nochmals als Team einzuspielen und Erfahrungen zu sammeln», so Rosenberger, Assistant Coach der «Women of Europe», nach dem Turnier.
Gelungener Saisonauftakt
Zum Schluss des Turniers wurden der MVP des Finals, Husein Vardo, sowie das All-Star-Team geehrt. Zwei Ladys, Adrian Ruf, Mo Amacher und Ex-Dragon Matthias Suter schafften die Selektion des OKs. Bei der Verabschiedung hagelte es Komplimente der Technischen Kommission und vonseiten der anderen Teams: Top-Organisation, gute Stimmung und einfach ein gelungener Saisonstart.
