«Binge-Watching» – ein Ausdruck, der eng mit der heutigen Konsumkultur verbunden ist. Was früher noch ein Serienmarathon war, ist heute «Binge-Watching». Ein modernerer Begriff für eine modernere Praxis. Während man früher für einen Serienmarathon noch seinen Wahltitel in der Videothek ausleihen oder im Elektronikfachmarkt kaufen musste, so reicht heute für eine «Binge-Watching-Session» nur ein Klick. Die grossen Streaming-Anbieter sind extra dafür angelegt, die Menschen zum «Binge-Watching» zu verleiten, indem nach Ende einer Folge direkt automatisch die nächste abgespielt wird. Kein nerviges Wechseln der Discs im DVD-Player.
Etymologisch setzte sich das Wort aus dem historischen Dialektbegriff «binge» und dem klassischen englischen Wort «watching» zusammen. Das Wort «binge» bezeichnete interessanterweise ursprünglich den exzessiven Alkoholkonsum am Stück. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts begann man, «binge» mit anderen Wörtern zu kombinieren, um den exzessiven Konsum anderer Dinge zu beschreiben. Mitte der 1990er Jahre wurde es schliesslich erstmals auch im Zusammenhang mit dem Wort «watching» verwendet, welches «schauen» bedeutet – das Wort «Binge-Watching» war geboren.
Kennst auch Du Teenie-Wörter?
Hey «Bro», kennst Du schon die aktuellen Jugendwörter? Oder bist Du vielleicht noch am «strugglen» bei diesem Thema? Kein Problem. Damit es das nächste Mal nicht mehr so «cringe» wird, wenn Du beim Belauschen von Jugendlichen kein Wort verstehst, klärt die jüngste Generation der Redaktion der «Surseer Woche» auf. Woher kommen die Teenie-Wörter und was haben sie für eine Bedeutung? Sodass Du zukünftig nicht mehr «lost» bist, wenn es um Jugendwörter geht. Dieses Unterhaltungsgefäss ist für alle Junggebliebenen oder für alle, die es zumindest versuchen wollen. Kennst Du selbst ein typisches Wort, welches die Jugendlichen oft gebrauchen? Oder hättest Du gerne ein Jugendwort erklärt? Dann schreibe uns eine Nachricht an redaktion@surseerwoche.ch.
