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Nostalgie

Vor 40 Jahren wiedergeboren

Ramon Wolf 04. September 2026

Der Sempacher Städtlimärt feierte heuer sein 40-Jahre-Jubiläum. Die Bilder von damals erinnern schon an heute.

Der Sempacher Städtlimärt feierte heuer sein 40-Jahre-Jubiläum. Die Bilder von damals erinnern schon an heute.

Am vergangenen Wochenende fand die 40. Ausgabe des Sempacher Städtlimärts statt. Ein Blick ins Stadtarchiv und in die Sempacher Woche vom 29. August 1986 zeigt wie der Städtlimärt seinerzeit ausgesehen hat. Zum Anlass schrieb die Sempacher Woche damals:

Das Rezept ist einfach: Man nehme ein Jubiläum zum Anlass, alte Tradition wieder zu beleben, man lockt begeisterungsfähige Detaillisten und Organisatoren aus ihren Reserven und schon blüht wieder etwas auf, das seit 20 Jahren in Vergessenheit geraten ist. Nun, so einfach war das Ganze auch wieder nicht. Es bedurfte einer eingehenden Studie über eine Wiederbelebung des Städtli-Markte. Es bedurfte viel organisatorisches Können, Verständnis und ein grosses Mass an Begeisterung, um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen.

Zweifellos haben sich die grossen Anstrengungen gelohnt. Über 75 Marktfahrer, beziehungsweise einheimische Detaillisten, vermochten am vergangenen Mittwoch das Städtchen in eine Marktstadt zu verwandeln, als ob dieser nie unterbrochen gewesen wäre. Hatten am Morgen die Besucher noch etwas Mühe, sich der neuen Situation anzupassen, so strömten sie umso mehr am Nachmittag in das autofreie Städtchen und liessen sich von der Ambiance begeistern.  Da waren nicht nur die üblichen Marktfahrer anwesend, sondern auch über 20 einheimische Detaillisten mischten im bunten Treiben vollends mit. Die Handwerker demonstrierten ihr Können und selbst der ewig-junge, mittlerweile 92 Jahre alt gewordene Josef Gabriel, zeigte Handwerk, wie es heuete kaum mehr ausgeführt wird. Die Kinder kamen in den Genuss von Kasperli-Vorstellungen und Karussellrundfahrten, die sie so schnell nicht vergessen werden. Laut Hans Peter, Marktkommissionspräsident, hätten weit mehr Marktfahrer verpflichtet werden können, doch fürs erste wollte man es bei den 75 Ständen bewenden lassen. Es ist durchaus möglich, dass in Zukunft der Städtli-Markt ausgebaut werden kann, denn bekanntlich liegen auch noch einige Kapazitäten im Oberstädtli frei, die ohne weiteres ins Konzept einbezogen werden können. Vorerst gilt es aber die alte Tradition wieder aufleben zu lassen, alljährlich am letzten Mittwoch im August den Städtli-Markt durchzuführen und vor allem gilt es nun auch Erfahrungen zu sammeln, damit dieser Städtli-Markt auch in Zukunft seine Chance hat, erklärt Hans Peter weiter. Marktchef Markus Müller zeigte sich begeistert über die ersten Resultate, die ihm vor allem von den Marktfahrern zugetragen wurden. Der Städtli-Markt hat nach zwanzig Jahren eine Wiedergeburt erlebt, bleibt zu hoffen, dass auch in Zukunft die initiativen Leute um Hans Peter und Markus Müller die Bereitschaft finden, diese einmalig schöne Ambiance aufrecht zu erhalten.

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