Die Wärmverbund Sursee AG realisiert derzeit die Wärmezentrale St. Martinsgrund für die künftige Versorgung mit erneuerbarer Wärme im Surseer Gebiet. Nun wird der Baufortschritt der Wärmezentrale sichtbar: Das Fundament ist erstellt, und nun ist auch die Bodenplatte fertig.
Die Wärmezentrale bildet das Herzstück des künftigen Fernwärmenetzes. Hier wird die Wärme zentral erzeugt und über das Leitungsnetz an die angeschlossenen Gebäude zum Heizen und für Warmwasser verteilt. Bei der Wärmezentrale St. Martinsgrund handelt es sich um eine Holzschnitzelanlage (siehe Kasten).
Mit dem Fernwärmenetz und der dazugehörigen Wärmezentrale im St. Martinsgrund setzen sich die drei Partnerinnen des Wärmeverbunds Sursee – Stadt Sursee, Korporation Sursee und Energie Wasser Luzern – in enger Zusammenarbeit für erneuerbare Wärme in der Energiestadt Sursee ein. Diese rückt im Gebiet St. Martinsgrund nun näher, wie der Baufortschritt zeigt. Gemäss einer Medienmitteilung der Wärmeverbund Sursee AG werden bereits im April die technischen Anlagen in der Zentrale eingebaut, und im Herbst ist die erste Wärmelieferung geplant.
Wechsel in der Geschäftsführung
Claudio Ganassi, bisheriger Geschäftsführer der Wärmeverbund Sursee AG, sagt: «Mit dem Fernwärmenetz im Gebiet Isebahn-Vorstadt ist bereits ein erstes Fernwärmenetz für Sursee in Betrieb. Nun wird auch unser nächstes Projekt im St. Martinsgrund sichtbar. Mit der fertiggestellten Bodenplatte nimmt die Wärmezentrale Gestalt an.»
Der Baufortschritt wurde auf der Baustelle mit einer symbolischen Stabübergabe gewürdigt. Claudio Ganassi übergab seinem Nachfolger Milorad Markovic ein Holzscheit – stellvertretend für die Holzenergie, die künftig im St. Martinsgrund genutzt wird. Der symbolische Akt stehe für Kontinuität und Aufbruch zugleich. Milorad Markovic, Leiter Haustechnik bei Energie Wasser Luzern, übernahm die Geschäftsführung der Wärmeverbund Sursee AG per 1. Januar 2026. «Ich freue mich, dieses Projekt in der entscheidenden Phase weiterzuführen. Die Wärmezentrale ist ein Schlüsselprojekt – für das Gebiet St. Martinsgrund und für Sursee», hält er fest.
So funktionierts
Die Wärmeproduktion für das Gebiet St. Martinsgrund erfolgt über das Verbrennen von Holzschnitzeln. Dabei wird Wasser aufgeheizt und über gut isolierte Rohrleitungen zu den Kundinnen und Kunden geführt. Dem Wasser wird die Wärme entzogen und mittels der platzsparenden Wärmeübergabestation an das Heizungsnetz des Gebäudes übergeben.
Zahlen und Fakten
Interessantes zur Wärmezentrale und zum Fernwärmenetz St. Martinsgrund:
• Erneuerbare Energie: Energieholz (Holzschnitzel)
• Leistung Wärmezentrale: bis 2,1 Megawatt
• Geplante Wärmeversorgung: bis 4,5 Gigawattstunden pro Jahr
• Erste Wärmelieferungen: ab Herbst 2026
• Anteil erneuerbare Wärme: mindestens 80 Prozent
• CO₂-Einsparungen: Im Endausbau werden mit dem Projekt jährlich rund 1110 Tonnen CO₂ lokal eingespart.
• Länge Wärmenetz: bis 1,7 Kilometer
Drei Eigentümer
Die Wärmeverbund Sursee AG baut und betreibt in Sursee eine nachhaltige und möglichst CO₂-neutrale Wärme- und Kälteversorgung. Sie leistet damit einen wesentlichen Beitrag für eine effiziente Energienutzung, den Klimaschutz und die Förderung von erneuerbarer Energie und unterstützt eine wirkungsvolle Umsetzung der langfristigen Energie- und Umweltziele. Die Stadt Sursee, die Korporation Sursee und die Energie Wasser Luzern Holding AG sind zu je einem Drittel an der Wärmeverbund Sursee AG beteiligt.
