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Austausch fördert Verständnis und Verantwortung

Martina Christen 26. September 2026

Während einiger Tage im September wechselten Landwirtschaftslernende aus dem Kanton Luzern mit Kochlernenden des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil die Seiten. Sie arbeiteten auf dem Bio-Hof und in der Küche mit und erlebten hautnah, wie viel Wissen, Arbeit und Planung hinter unseren Lebensmitteln steckt. Zum Abschluss servierten sie den Gästen ein Menü mit den geernteten und in der Küche zubereiteten Bio-Kürbissen. 

Während einiger Tage im September wechselten Landwirtschaftslernende aus dem Kanton Luzern mit Kochlernenden des Schweizer Paraplegiker-Zentrums Nottwil die Seiten. Sie arbeiteten auf dem Bio-Hof und in der Küche mit und erlebten hautnah, wie viel Wissen, Arbeit und Planung hinter unseren Lebensmitteln steckt. Zum Abschluss servierten sie den Gästen ein Menü mit den geernteten und in der Küche zubereiteten Bio-Kürbissen. 

Im Projekt «Seitenwechsel» tauschten Landwirtschaftslernende der Biohöfe Katzhof in Richenthal und Schönboden in Schongau ihre Arbeitsplätze mit Kochlernenden des Schweizer Paraplegiker-Zentrums (SPZ) Nottwil. Dabei haben die Kochlernenden eindrücklich erfahren, was es heisst, Gemüse vom Einpflanzen der Setzlinge über das Giessen und Jäten bis zur Ernte zu umsorgen. Die Lernenden haben gesehen, wie diese Betriebe ihr Gemüse mittels Gemüseabos oder an Markttagen an die Kundschaft bringen. Auf der anderen Seite haben die Landwirtschaftslernenden gesehen, welche Ansprüche in einer Grossküche an das Gemüse gestellt werden. Die Mengen sind zum Teil gross und vieles wird bereits gerüstet angeliefert, um Zeit einzusparen. Alles muss zügig vorangehen, wenn wie im SPZ über 500 Personen mit verschiedenen Menüs verwöhnt werden wollen.

Für das Mittagessen vom vergangenen Freitag steckten die Lernenden jedoch Zeit ins Rüsten der selbst geernteten Bio-Kürbisse. Sie verarbeiteten 35 Kilogramm zu schmackhaften Ofenkürbissen. Daneben halfen alle beim Zubereiten des Kartoffelgratins oder der Hackbällchen und Getreidebratlinge, die ebenfalls auf den Tellern der eingeladenen Gäste und weiteren SPZ-Restaurantbesuchenden angerichtet wurden. 

Dieser besondere Lernraum wurde durch das Engagement verschiedener Personen des SPZ und des Aktionsplans Biolandbau des Kantons Luzern ermöglicht. Beim Empfang der geladenen Gäste stellte dann auch Anita Ottiger vom Projektteam Aktionsplan Biolandbau das Projekt mit seinem Ziel – den Biolandbau im Kanton Luzern zu stärken – vor. Ebenfalls vom Projektteam zeigte Astrid Burri auf, wie wichtig die Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Gastronomie ist, um die Wertschöpfung und somit wichtige Arbeitsplätze in einer Region zu behalten.

Reto Garbely, Leiter Gastronomie beim SPZ, strich den grossen Lernwert für beide Seiten bezüglich Fachwissen, Verantwortungsbewusstsein, Wertschätzung und Verständnis für nachhaltiges Handeln heraus. Nach dem Mittagessen kamen die Lernenden selbst zu Wort und erzählten von ihren Erfahrungen. 

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