Zum Trachtenchorfest und dem 100-Jahre-Jubiläum der Schweizerischen Trachtenvereinigung fand am Sonntag, 7. Juni ein Festgottesdienst sowie ein Festakt statt. In der Kirche St. Georg wurde die Fahne, welche am Galaabend vom 5. Juni feierlich entrollt worden war, gesegnet.
Andrea Klose, Reformierte Pfarrerin, und Simone Parise, Leiter des Pastoralraums Sursee, wählten für ihre Predigtworte das Motto: «bodeständig, traditionell, lebändig». «Jesus sprach oft von der Natur, wie: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben», erinnerte Andrea Klose und sie ermunterte: «Am Trachtenchorfest bietet sich die Möglichkeit, die gemeinsamen Wurzeln zu pflegen und mit Singen und Tanzen zu feiern.» Sie wünschte den Anwesenden diese Tage zu geniessen.
«Wertvolles Geschenk»
«Tradition heisst nicht ‘Das haben wir immer schon so gemacht, dies ist so und fertig’. Tradition heisst kommunizieren und weitergeben. Eine gute Kommunikation ist die Brücke zwischen Generationen. Dies ermöglicht es, Erfahrungen, Bewährtes, Wissen oder Geschichten weiterzugeben. In diesem Sinne ist Tradition ein wertvolles Geschenk, das wir hüten und dafür Verantwortung tragen», gab sich Simone Parise überzeugt.
Am Festakt, welcher in der «Trachtenstobe» auf dem Märtplatz begangen wurde, sagte OK-Präsident Reto Wyss die Fahnensegnung sei für ihn ein Moment des Besinnens und der Verbundenheit mit dem Brauchtum.
Auch die weiteren Festrednerinnen und Festredner – STV-Präsidentin Denise Hintermann, Regierungspräsidentin Michaela Tschuor und Bundespräsident Guy Parmelin – betonten, wie wichtig Traditionen und Brauchtum für die Bildung der Identität der Menschen sind, aber dass sie gelebt und weitergetragen werden sollen. Das Trachtenchorfest versinnbildliche die Werte und Traditionen der Schweiz und mache sie erlebbar. «Die Vielfalt verbindet, sie trennt nicht», sagte etwa Guy Parmelin. Reto Wyss betonte ausdrücklich, dass es Mut brauche, der jungen Generation die Freiheit zu lassen, diesen bewährten Traditionen ihre eigene Handschrift zu verleihen.






