22.11.2021

Das Wort der Woche: «Glederriisse»

von Red

Es reisst, zerrt, schmerzt. Das «Soorser Wöörterbüechli» hat einen Ausdruck dafür: «Glederriisse». Doch es geht auch moderner.

Ab und zu führt uns das «Soorser Wöörterbüchli» ganz plastisch vor Augen, was ein Wort bedeutet. So auch beim «Glederriisse». Das «Wöörterbüechli» übersetzt es mit Gliederreissen oder Gliedersucht. Ein Beispiel: «Öisi Tante hed ziitewiis Gledersocht.» Der modernere Ausdruck dafür ist Rheumatismus, eine Erkrankung am Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen, der mit reissenden Schmerzen einhergeht.

Das 1999 erschienene «Soorser Wöörterbüechli»* ist noch heute die Referenz dafür, wie man Wörter im Surseer Dialekt schreibt – auch für die Redaktion der «Surseer Woche». Unter der Leitung des Herausgebers Claudio Hüppi trug eine Gruppe von Ur-Surseerinnen und Ur-Surseern über 5000 Vokabeln und 2000 Redewendungen zusammen. Erfasst wurde ausschliesslich der Wortschatz der Dreissiger-, Vierziger- und frühen Fünfzigerjahre. Wie Stichproben in Kreisen der jüngeren Generation gezeigt hätten, sei rund ein Drittel des im «Soorser Wöörterbüechli» gesammelten Wortgutes nicht mehr bekannt oder werde nicht mehr verwendet, so der Herausgeber. Das «Wöörterbüechli» kann unter www.soorser-woerter.ch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

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