Symbolbild. Foto:archiv/red
Symbolbild. Foto:archiv/red
29.08.2018

Deponie Eglisberg in Buttisholz muss saniert werden

Die Abflussleitung in der Deponie Eglisberg in Buttisholz ist teilweise eingestürzt und beschädigt. Deponiesickerwasser kann so in den nahen Bach gelangen. Dies zeigte eine Untersuchung, die der Gemeinderat in Auftrag gegeben hat.

Im Auftrag der Gemeinde hat die Firma IPSO ECO AG aus Rothenburg eine Untersuchung der Deponie Eglisberg vorgenommen. Grund dafür war freigespülter Unrat aus vergangener Zeit. Die Deponie wurde bis Ende der 1970er-Jahre im Gebiet Eglisbergwald betrieben, bis der Kehricht in Ufhusen abgelagert wurde. Die Untersuchung beinhaltete eine historische Aufarbeitung der Archivunterlagen, die Auswertung von Karten- und Bildmaterial sowie Interviews mit Zeitzeugen. Bei der technischen Untersuchung wurde mit Baggersondagen das Deponiegut untersucht sowie der Kanal so gut wie möglich mit einer Kamera befahren. Zudem wurde das Bachwasser chemisch analysiert.


12'000 bis 15'000 Kubik Material
In der Deponie wurden wie vermutet viele verschiedene Stoffe abgeladen, so finden sich beispielsweise Hauskehricht (Plastiksäcke), Sperrgut wie Möbel, Altholz, Eisen und Spielzeug sowie Fahrzeugteile, Tierkadaver, usw. unter dem spärlich vorhandenen Waldboden. Auch Aushub- und Bauschuttmaterial wurde in der Deponie abgelagert. Die Deponie umfasst ca. 12'500 bis 15'000 Kubik Material.

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Abflussleitung unter der Deponie teilweise eingestürzt und von Wurzeln beschädigt ist. Dadurch besteht die Gefahr, dass Deponiesickerwasser in den Bach gelangt. Eine schädliche Einwirkung auf das Oberflächengewässer konnte laut Bericht nicht nachgewiesen werden. Die Leitung, welche unter der Deponie hindurchfliesst, hat eine zu kleine Dimension für Starkniederschläge.

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Sanierungsbedürftiger Standort

Somit handelt es sich gemäss dem Bericht um einen sanierungsbedürftigen Standort gemäss Altlastenkataster und es müssen Varianten geprüft werden, wie die Deponie saniert werden kann. Insbesondere besteht die Gefahr, dass das Oberflächengewässer verunreinigt wird. Die laut Altlastenverordnung zu schützenden Güter Luft, Boden und Grundwasser sind von der Deponie betroffen.

In einem nächsten Schritt wird die Gemeinde den Bericht an die Dienststelle Umwelt und Energie einreichen und anschliessend Sanierungsmassnahmen mit einem Variantenstudium eruieren. Dabei liegt der Fokus bei der Frage, wie es gelingen kann, dass möglichst kein Oberflächenwasser mit der Deponie in Berührung kommt. In diesem Zusammenhang werden die Zuständigkeiten und allfällige Bundesbeiträge geprüft.


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