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Geuensee

Der Kapelle Leben einhauchen

Stefanie Zumbach 07. Oktober 2026

Mit «federleicht» startet am 11. Oktober die neue Konzertreihe «Kapellenklang Geuensee» – mitten im Jubiläumsjahr der Kapelle St. Nikolaus. Initiiert haben sie die Musiker Joseph Bachmann und Heidi Brunner, die seit anderthalb Jahren als Paar in Geuensee leben. Im Gespräch erzählen sie, wie die Idee entstand, warum die Wahl auf die Kapelle fiel und wie es mit der Reihe weitergehen soll.

Mit «federleicht» startet am 11. Oktober die neue Konzertreihe «Kapellenklang Geuensee» – mitten im Jubiläumsjahr der Kapelle St. Nikolaus. Initiiert haben sie die Musiker Joseph Bachmann und Heidi Brunner, die seit anderthalb Jahren als Paar in Geuensee leben. Im Gespräch erzählen sie, wie die Idee entstand, warum die Wahl auf die Kapelle fiel und wie es mit der Reihe weitergehen soll.

Am Sonntag, 11. Oktober, um 10.30 Uhr erklingt in der Kapelle St. Nikolaus in Geuensee zum ersten Mal «federleicht»: Andrea Stocker und Joseph Bachmann entführen das Publikum auf zwei Akkordeons in die bunte Welt der Vögel. Virtuos und schwungvoll erklingen Melodien aus aller Vogelwelt. Auf dem Programm stehen «El condor pasa» aus den Anden, «Die lustigen Kibitze» und der «Wellensittich» aus der Schweiz, die französische Valse musette «Le retour des hirondelles», der feurige Tango «La colondrina» aus Argentinien sowie Ausschnitte aus der witzigen Ouvertüre «Die diebische Elster» von Gioachino Rossini und anderes mehr. Heidi Brunner liest erfrischende und heitere Gedichte, zum Teil von Wilhelm Busch oder Joachim Ringelnatz und anderen Poeten. Sie spannt den Bogen von der Musik gekonnt zu unseren gefiederten Freunden – zu Wasser, zu Land und in der Luft.

Das Konzert ist der Auftakt zum neuen Format «Kapellenklang Geuensee», das künftig viermal jährlich in der Kapelle stattfinden soll. 

Sie leben erst seit Kurzem in Geuensee – wie kam es dazu?

Joseph Bachmann (J. B.): Wir wohnen seit anderthalb Jahren hier, keine fünfzig Meter von der Kapelle entfernt. Davor hatten wir zwei getrennte Lebensmittelpunkte aufgrund unserer musikalischen Karrieren, nun haben wir uns in Geuensee niedergelassen.

Musik ist für Sie beide eine Leidenschaft. Welchen Projekten gehen Sie beide aktuell nach?

Heidi Brunner (H. B.): Ich bin Sängerin, Lehrerin für klassischen Gesang und Chorleiterin. Daneben spiele ich als Aushilfsorganistin im Pastoralraum Sursee. Joseph Bachmann ist Akkordeonist, Trompeter und Chorleiter. Gemeinsam leiten wir seit rund einem Jahr den Männerchor Sursee.

Wie kam es zur Idee, eine ganze Konzertreihe in Geuensee zu lancieren?

H. B.: Wir haben einen musikalischen Freundeskreis, dem wir gerne Raum für Auftritte bieten möchten. Die Idee, eine Konzertreihe zu lancieren, hatten wir schon, bevor wir nach Geuensee gezogen sind, aber dass die Konzerte in der Kapelle stattfinden sollen, überlegten wir uns erst danach. 

Warum fiel die Wahl als Konzertort auf die Kapelle St. Nikolaus?

J. B.: Die Kapelle Geuensee ist ein sehr schmucker und gut klingender Raum. Sie liegt in unserer unmittelbaren Nähe. Unsere Konzertreihe soll ihr zusätzliches, musikalisches Leben einhauchen.

Die Kapelle feiert dieses Jahr ihr Jubiläum, war das von Anfang an mitgedacht?

H. B.: Das hat sich erst im Nachhinein ergeben. Dass das Konzert am 11. Oktober nun explizit Teil des Jubiläums ist, haben wir dann aber bewusst so geklärt.

Das erste Konzert wird unter dem Motto «federleicht» stattfinden, ein Programm, das Sie in- und auswendig kennen.

J. B.: Ja, für das erste Konzert spiele ich gemeinsam mit der Akkordeonistin Andrea Stocker, mit der ich das Programm «federleicht» schon seit fast zwei Jahren an verschiedenen Orten – in der Region, aber auch in anderen Kantonen – aufführe. Die zum Programm gehörenden Vogel-Gedichte hat ein Kollege ausgewählt. Es sind humoristische, zum Schmunzeln anregende Texte, die von Heidi Brunner gekonnt und witzig gelesen werden.

Welchen persönlichen Bezug haben Sie zum Programm «federleicht»?

J. B.: Ich habe als Junge Tauben gezüchtet und mich schon immer für die Vogelwelt interessiert, gehe gerne ins Besucherzentrum der Vogelwarte Sempach. Vögel sind unsere musikalischen Freunde.

Nach welchen Kriterien wählen Sie aus, wer bei der Reihe auftritt?

H. B.: Es sind Musikerinnen und Musiker aus unserem Bekanntenkreis. Eine persönliche Verbindung ist uns wichtig. Gerne geben wir zudem jungen, talentierten Musikerinnen und Musikern eine Plattform.

Ist die Reihe als langfristiges Projekt gedacht?

J. B.: Ja, wir planen vier Konzerte im Jahr, eines pro Jahreszeit. Am kommenden Sonntag starten wir mit dem Herbstkonzert und sammeln unsere ersten Erfahrungen, die wir dann in die weitere Planung einfliessen lassen. Am Sonntag, dem 17. Januar, um 16 Uhr kommt bereits das nächste Konzert (Winterkonzert).

Sie tragen die Reihe künstlerisch und finanziell selbst. Was hat Sie dazu bewogen?

H. B.: Uns geht es um die Musik. Kosten, die nicht durch die Kollekte gedeckt sind, übernehmen wir einfach selbst. Wie sich das organisatorisch langfristig entwickelt, ist noch ganz offen – das schauen wir uns in Ruhe an.

Wie zuversichtlich sind Sie, was die Resonanz angeht?

J. B.: Wir hoffen einfach, dass die Leute kommen. Ich durfte an anderen Orten mit Kapellenkonzerten gute Erfahrungen sammeln und denke, dass unsere Konzerte in der Kapelle Geuensee ebenfalls Anklang finden könnten. In einem Jahr wissen wir mehr.

Sollte es einmal zu voll werden, würden wir zwei Konzerte hintereinander anbieten und Wartende bitten, in der Zwischenzeit in der nahen Wirtschaft etwas zu trinken und später wiederzukommen. Für den Fall, dass «Kapellenklang Geuensee» in Geuensee viele Interessierte anzieht, haben wir also bereits einen Plan.

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