CEO Daniel Salzmann präsentierte am Mittwochmorgen das Halbjahresergebnis der Luzerner Kantonalbank.  (Foto zvg)
CEO Daniel Salzmann präsentierte am Mittwochmorgen das Halbjahresergebnis der Luzerner Kantonalbank.  (Foto zvg)
20.08.2019

Die Kantonalbank ist zur Jahreshälfte auf Kurs

von Red

Die Luzerner Kantonalbank steigerte von Januar bis Juni den Konzerngewinn um 0,7 Prozent. Sie erhöht ihr Gewinnziel für das ganze Jahr um 6 Millionen Franken. 

«Es freut mich sehr, dass wir vor dem Einbiegen in die Zielgerade unserer Strategie 2016 bis 2020 bei allen quantitativen Zielen auf Kurs sind», so das Fazit von Kantonalbank-CEO Daniel Salzmann an der Medienorientierung. Mit dem im ersten Halbjahr 2019 erzielten Konzerngewinn von 100,5 Millionen Franken (plus 0.7 Prozent gegenüber Mitte Jahr 2018) und dem seit 2016 kumulierten Gewinn von 686,0 Millionen Franken hat die Luzerner Kantonalbank weiterhin einen Vorsprung auf die Meilenstein-Planung zum angestrebten kumulierten Gewinn von 950 Millionen Franken bis Ende 2020.

Ein der effizientesten Banken 

Daniel Salzmann führte weiter aus: «Unsere hohe Kostendisziplin hilft uns nach wie vor, die Cost-Income-Ratio tief zu halten. Mit dem aktuellen Wert von 47.6 Prozent erfüllen wir unsere eigene strategische Vorgabe von maximal 50 Prozent nach wie vor deutlich. Wir gehören damit zu den effizientesten Banken der Schweiz. Auch bei der Gesamtkapital-Ratio – hier streben wir eine Bandbreite von 14 bis 18 Prozent an – erfüllen wir mit 16.4 Prozent unsere eigene Strategievorgabe.» Zur Jahresmitte 2019 verwaltete die Luzerner Kantonalbank Kundenvermögen von 30,399 Milliarden Franken (exkl. Doppelzählungen). Im Vergleich zu Ende 2018 entspricht dies einer Zunahme um rund 1,733 Milliarden Franken. Zu dieser Steigerung beigetragen haben sowohl die Performance (plus 1,392 Millionen Franken) als auch das akquirierte Nettoneugeld (plus 341 Millionen Franken).

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Pilot-Standort in Sempach

In den nächsten Jahren wird die LUKB ihr Geschäftsstellennetz baulich erneuern, konzeptionell anpassen und die Geschäftsstellen angesichts der stetig sinkenden Schalternutzung neu als Beratungsbanken ausrichten. Bereits in Betrieb sind die beiden Pilot-Standorte Schüpfheim und Sempach. Hochdorf befindet sich aktuell im Umbau, Kriens startet damit im Oktober 2019. Dazu Salzmann: «Wir werden in den nächsten Jahren unter anderem grosse Investitionen vornehmen in unseren Standort am Seetalplatz in Emmenbrücke (im Zuge der geplanten Überbauung) und am Hauptsitz. Letzteren wollen wir zu einer Art «Flagship-Store» für unsere Bank ausbauen. Im Gegenzug werden wir die beiden Zweigstellen Luzern-Schönbühl (per Ende 2020) und Emmenbrücke-Sprengi (per Ende 2021) schliessen. Analysen haben gezeigt, dass sich unser neues Konzept an diesen beiden Standorten betriebswirtschaftlich nicht zufriedenstellend umsetzen lässt. Mit den Standorten Rothenburg, Emmenbrücke-Seetalplatz und Luzern-Hauptsitz bieten wir den Kunden dieser beiden Zweigstellen in der Stadt und Agglomeration Luzern in unmittelbarer Nähe sehr gut erreichbare Alternativen. Weitere Schliessungen – insbesondere auf der Luzerner Landschaft – sind nicht geplant.»

Mehr Gewinne als prognostiziert

Auf die Luzerner Kantonalbank wartet gemäss Salzmann auch im zweiten Semester 2019 ein reich befrachtetes Programm. Neben der weiteren Umsetzung der Strategie 2020@LUKB will die Bank auch die Strategieüberarbeitung für die Periode 2021 bis 2025 starten. Salzmann geht davon aus, «dass wir das Zinsergebnis dank einer wachsenden Bilanzsumme nochmals erhöhen können. Es dürfte Ende 2019 im Bereich von 339 bis 347 Millionen Franken liegen. Auf Basis dieser Erwartungen und sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, streben wir für 2019 ein leicht höheres operatives Ergebnis als 2018 an. Trotz des Wegfalls der im 2018 erzielten ausserordentlichen Erträge (Veräusserungserfolge Swisscanto bzw. Crowdhouse) erwarten wir für 2019 einen Konzerngewinn in der Bandbreite 199 bis 205 Millionen Franken. Damit erhöhen wir das Band der Gewinnprognose gegenüber der Aussage, die wir anlässlich unserer Bilanzmedienkonferenz von Ende Januar 2019 gemacht haben: Damals haben wir von einer angestrebten Bandbreite des Jahresgewinns 2019 zwischen 195 und 203 Millionen Franken gesprochen.»


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