In der Zentralschweiz entsteht zum ersten Mal ein durchgängiger Weg für Eishockeyspielerinnen – vom Nachwuchs bis zur Spitze, ohne die Region verlassen zu müssen. Das EHC Sursee Women’s Team steht im Herzen dieser Idee mit dem Namen «Gleiches Eis».
Im Männerhockey ist der Weg selbstverständlich: von der Hockeyschule bis in die höchste Liga. Für Mädchen bricht er mit etwa 14–16 Jahren ab – dann, wenn sie nicht mehr mit den Jungs spielen. Viele hören auf, weil es keine Struktur gibt, die sie auffängt. Fraueneishockey ist unterfinanziert, die Eiszeiten sind knapp, und vieles bezahlen die Spielerinnen aus dem eigenen Sack – ihr Trainingslager zum Beispiel.
Genau hier setzt «Gleiches Eis» an. Erstmals in der Zentralschweiz entsteht ein durchgängiger Athletinnenweg nach der Nachwuchsabteilung über drei Stufen: Einstieg beim HC Luzern, Entwicklung beim EHC Sursee Women’s Team in der SWHL-B, Spitze beim EV Zug in der Postfinance Women’s League. Eine junge Spielerin muss ihren Platz nicht mehr jede Saison neu suchen – sie hat eine Perspektive in ihrer Region.
Das EHC Sursee Women’s Team – rund 24 Spielerinnen zwischen 14 und 24 Jahren – bildet die tragende Brücke. Als Botschafterinnen des Projekts stehen zwei bekannte Gesichter: Lara Stalder und Jael Manetsch. Beide begannen ihre Karriere im Luzerner Nachwuchs und spielen heute beim EV Zug in der höchsten Frauenliga der Schweiz. Der EHC Sursee, von IG Sport Luzern ausdrücklich für Integration, Inklusion und Gleichstellung zertifiziert, geht nun mit dem Commitment zum Frauenhockey und der Zusammenarbeit mit dem EVZ Women- und Girls-Programm und dem HC Luzern einen weiteren Schritt. Das Ziel geht über den Sport hinaus: gleiche Chancen für junge Frauen, die ihren Sport ernst nehmen – und langfristig mehr Mädchen, die überhaupt mit dem Eishockey beginnen.
