In drei Workshops sollen die gemeindespezifischen Anliegen abgeholt werden. (Foto Unsplash)
In drei Workshops sollen die gemeindespezifischen Anliegen abgeholt werden. (Foto Unsplash)
18.02.2023

Integration: Drei Gemeinden bündeln ihre Kräfte

von Livia Kurmann

Wenn es zur Integrationsförderung kommt, verfügen viele Gemeinden über ihre eigenen Gruppierungen. Geuensee, Büron und Triengen wollen nun künftig gemeinsame Sache machen.

Die Gemeinde Geuensee möchte zusammen mit den Surentaler Gemeinden Büron und Triengen eine Anlaufstelle für Integration schaffen. Angedacht ist in Workshops mit der interessierten Bevölkerung sowie den bereits jetzt engagierten Gruppierungen – der Regenbogen Kontaktgruppe Geuensee, der Integrationskommission Triengen und der Integrationsgruppe Büron – Ideen zu erarbeiten, wie die Integrationsförderung koordiniert und damit verbessert werden könnte. Die Workshops werden begleitet von Fanny Nüssli, ehemalige Projektleiterin von «Fokus Integration» des RET Sursee-Mittelland und Hamit Zeqiri, Geschäftsführer der Fabia Kompetenzzentrum für Migration.

Fabia unterstützt den Prozess

Für gewöhnlich arbeitet die Gemeinde Geuensee mehr mit den Sursee-Plus-Gemeinden zusammen, doch dieses mal hat sie die Zusammenarbeit mit Büron und Triengen gesucht. «Wir haben ähnliche Herausforderungen», erklärt Alexandra Stocker, Gemeinderätin Gesundheit und Soziales in Geuensee. Der Migrationsanteil in den Gemeinden sei ähnlich hoch, wodurch das Integrationsangebot intensiviert werden müsse. Durch die Leiterin der Kontaktgruppe Regenbogen Geuensee, Gülay Korkmaz, die gleichzeitig in der Jugendarbeit in Triengen tätig ist, kam die Idee auf, eine Zusammenarbeit anzusteuern. Ähnlich nach dem Modell, dass die Gemeinden Wolhusen, Werthenstein und Ruswil erst kürzlich installiert haben. Diese haben ihre Kräfte ebenfalls mithilfe der Fabia gebündelt.

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Gemeinsames Pflichtenheft

Die Gemeinden könnten voneinander lernen, ist sich Alexandra Stocker sicher. Beispielsweise unterstützte die Kontaktgruppe Regenbogen Geuensee momentan vermehrt bei Anliegen, welche die Schule betreffen: Übersetzen von Elternbriefen, Informationen zu den Angeboten der Gemeinde wie Kinderhort, Spielgruppe, Vereine etc. Die Integrationskommission Triengen dagegen unterstützte auch bei privaten Angelegenheiten zuhause, was für Geuensee ebenfalls nützlich wäre. In einer gemeinsamen Anlaufstelle könnte dann besprochen werden, welche Aufgaben in das neue Pflichtenheft gehören sollten. Wie etwa die Begleitung bei einem Arztbesuch oder auch eines Elternabends. 

Doch bevor es soweit ist, werden an drei Workshops in den Gemeinden die Anliegen der Bevölkerung abgeholt. In Triengen hat dieser bereits stattgefunden. Projektleiterin Fanny Nüssli ist mit dem ersten Workshopabend mehr als zufrieden. «Die Stimmung war extrem positiv», sagt sie. Über die Ergebnisse möchte sie zu diesem Zeitpunkt noch keine Auskunft geben, da sie und die Fabia die gemeindespezifischen Bedürfnisse unabhängig voneinander abholen möchten. Diskutiert wurde jedoch über Fragen wie: «Wo stehen die Gemeinden momentan an mit ihrer Integrationsförderung? Wo brauchen sie Unterstützung? Was müsste eine gemeinsame Anlaufstelle leisten können?

Die Ergebnisse werden schliesslich ausgewertet und nochmals in einer gemeinsamen Sitzung angeschaut. Anschliessend wird durch eine Projektgruppe aus Vertretungen der drei Gemeinden und der Kirche ein Konzept erarbeitet. Bis Juli soll eine Eingabe an die Gemeinderäte erfolgen, um das Projekt ins Budget 2024 aufzunehmen. Das Projekt soll voraussichtlich 2024 starten können.


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