Bei bestem Wetter säumten zahlreiche fasnachtsbegeisterte Besucherinnen und Besucher die Dorfstrasse und verfolgten einen abwechslungsreichen Umzug mit rund zwanzig verschiedenen Formationen. Den Auftakt machte wie gewohnt Schenkastico selbst, wenn auch nur mit einer kleinen Delegation. Der Grossteil der Mitglieder war parallel in die Organisation und Durchführung des Anlasses eingebunden. «Mit nur neun Erwachsenen während des laufenden Betriebs gleichzeitig einen Umzug zu bestreiten, ist ein grosser Kraftakt und klappt nicht immer reibungslos», erklärte Vereinspräsident Sven Püntener mit einem Schmunzeln. So kam es auch zu einer leichten Verzögerung beim Start des Umzugs. Für das Organisationskomitee gehört dies jedoch zur Fasnacht dazu: «Pannen passieren, entscheidend ist, wie man damit umgeht. Am Ende darf es auch einmal etwas chaotisch sein», meinte OK-Mitglied Nicola Dörig, der als zentrale Figur im Organisationskomitee genau weiss, was hinter den Kulissen nicht immer nach Plan lief, dies jedoch mit der nötigen Gelassenheit betrachtet.
Highlight der Vorfasnacht
Auch bei der Kinderfasnacht begann der Auftritt des Überraschungsgastes mit leichter Verspätung, was der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tat. Die jüngsten Besucherinnen und Besucher nahmen das abwechslungsreiche Programm sichtlich begeistert auf.
Mit den Holzöpfel-Schränzern aus Schachen (DE) erhielt der Anlass erstmals sogar eine internationale Note, wenn auch mit einem Augenzwinkern betrachtet. Die Guuggenmusiken aus der Region und die zahlreichen Wagenbaugruppen sorgten entlang der kurzen Umzugsstrecke für ein dichtes Programm mit vielen Highlights. Ob choreografierte Tanzeinlagen der Diebetormtöibeler oder der präzise gespielte Schaukelmarsch der Monster-Guugger Bueri, der Umzug bot durchgehend musikalische Unterhaltung. Gerade die kompakte Strecke wird von Teilnehmenden und Publikum geschätzt: Die Guuggenmusiken spielen ihre Stücke meist durchgehend und verzichten auf längere Rhythmuspassagen, wie sie bei grösseren Umzügen üblich sind. Dadurch entsteht ein besonders intensives Fasnachtserlebnis, das auch Familien anspricht, die nicht stundenlang am Strassenrand stehen möchten.
Auch die verschiedenen Wagenbaugruppen überzeugten mit kreativen Sujetwagen. Die EX aus Sursee präsentierten einen exotischen Auftritt, Team Grinch aus Triengen beeindruckte mit einem grossen Ghettoblaster, während Schenkastico mit einem Raumstationswagen als «Schweine im Weltall» einen ungewohnten Kontrast zu ihrem sonst eher düsteren und mystischen Erscheinungsbild setzte.
Fest in alternativer Umgebung
Beim anschliessenden Monsterkonzert wurde der Schulhausplatz regelrecht von Besuchern überrannt und feierte gleichzeitig seinen ersten grossen Anlass nach dem Umbau der Schulanlage. Kurzfristige Anpassungen im Konzept sowie zusätzliche Auflagen nach den Silvesterereignissen im Wallis hatten im Vorfeld zu intensiven Vorbereitungen geführt. «Die Umstellung brachte viel Hektik, aber Sicherheit und ein gelungener Anlass standen für uns an erster Stelle», erklärte Püntener.
Der Abend fand schliesslich nicht im ursprünglich geplanten beheizten Festzelt, sondern im Gemeindesaal statt – eine Lösung, die sich als stimmige Alternative erwies. Neben den Auftritten von «C.H.A.O.S» und den Glori-Moore aus Hofstetten sorgten insbesondere die Reppischfäger aus Dietikon mit mehrstimmigen, präzise umgesetzten Arrangements im Stil bekannter Luzerner Stadtguuggen für ausgelassene Stimmung im Gemeindesaal.
Der «A-Pfeff» hat sich damit einmal mehr als wichtiger Bestandteil der regionalen Fasnacht etabliert, getragen von engagierten Organisatoren, kreativen Teilnehmenden und einem Publikum, das die besondere Atmosphäre sichtbar genoss.



