Dabu Bucher (links) von Dabu Fantastic sprach während einer Stunde mit Julia Heart. (Foto Stefanie Zumbach)
Dabu Bucher (links) von Dabu Fantastic sprach während einer Stunde mit Julia Heart. (Foto Stefanie Zumbach)
19.03.2024

Musikalisches Blinddate mit Dabu Bucher «im Schtei»

von Stefanie Zumbach (1)

Eine weitere Ausgabe des «Unbekannten» fegte durch den Konzertkeller. Dabu Bucher und Julia Heart trafen sich zum zweiten musikalischen Blinddate «im Schtei».

Die Konzertreihe «Tête-à-Tête im Schtei» geht mit so viel Power weiter, wie sie vor einigen Wochen startete. Beim zweiten musikalischen Blinddate von Mittwoch, 28. Februar, sassen sich die Musikerin Julia Heart und der Musiker Dabu Bucher auf der Bühne des Sempacher Konzertkellers gegenüber. Während einer Stunde sprachen die beiden Kunstschaffenden über ihre Erlebnisse auf der Bühne, stattgefundene Veränderungen sowie künftige Singles und Alben, die veröffentlicht werden. Vor genau sechs Tagen brachte Dabu Fantastic die erste Single des kommenden Albums «Ciao Baby, Ciao» raus. «Aline» ertönte aber bereits vor der offiziellen Veröffentlichung, und zwar im Sempacher Konzertkeller, was beim Publikum genauso gut ankam wie das interessante Gespräch zwischen den beiden Musikschaffenden. 

Musik für alle

Die 29-jährige Julia Heart gewann den Newcomer-Award in Montreux und bringt demnächst ihre erste Single raus, erzählt sie Dabu Bucher im Gespräch auf der Bühne. Diese Zeitung erhielt im Gespräch mit Dabu Bucher näheren Einblick in seine Arbeit. Der erfahrene Musiker ist Mitgründer der Band Dabu Fantastic – die 2008 entstand –, welche bereits einige Hits landete wie zum Beispiel «Angelina». Die beiden Musikschaffenden stehen an verschiedenen Punkten ihrer Karriere und doch verbindet sie eines: die Leidenschaft für die Musik. Genau das habe Dabu Bucher dazu verleitet, von Bern nach Sempach zu fahren, um vor 53 Personen zu performen, erzählt er. «Ich gehe sehr gerne raus zu den Leuten und werde von Begegnungen inspiriert. Deshalb liebe ich es, für verschiedene Menschen zu spielen», so Dabu Bucher. Dabei sei nicht wichtig, ob das Publikum aus 30 oder 5000 Leuten bestehe. Genau das sei mitunter «das Coolste an diesem Land». Laut dem 43-Jährigen sind Formate wie das «Tête-à-Tête im Schtei» in der Schweiz so beliebt, weil die Musikszene hier so persönlich ist, weshalb es gar keine «richtigen» Popstars gäbe, wie es in anderen Ländern der Fall sei.

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Keine Schubladen

Für den Mundart-Sänger ist ein Abend gelungen, wenn das Publikum findet, dass es sich gelohnt hat, dabei zu sein. Genau das hat sich Dabu Bucher auch für den Abend «im Schtei» gewünscht. Die beiden Musikschaffenden sprachen über Gott und die Welt, dabei kam mehrmals zur Sprache, dass der Schweizer Musiker Stephan Eicher ein grosses Vorbild für Dabu Bucher darstellt: «Er arbeitet seit jeher immer wieder mit verschiedenen Musikschaffenden zusammen und kreiert dadurch Brücken zwischen verschiedenen Welten, was in dieser gerade mega wichtig ist.» Laut Dabu Bucher erstellen generell zu viele Leute Schubladen, «und das nicht nur in der Musikbranche, das fängt schon bei der Stadt und dem Land an. Ich habe keinen Bock auf diese Grenzen.» Aufgrund dieser Lebenseinstellung – wie Dabu Bucher es betitelt – hat der Musiker das Album «So Easy» ein zweites Mal aufgenommen. Für jedes Lied wurde ein anderer Musikschaffender oder Musikschaffende aus verschiedenen Ecken der Musikbranche eingeladen, und so entstand ein Werk ohne Grenzen.

«Ich habe keinen Bock auf diese Grenzen.»
Dabu Bucher

Mit der ungezwungenen Art von Dabu Bucher und der Offenheit von Julia Heart entstand auch beim letzten «Tête-à-Tête im Schtei» ein Meisterstück auf der Bühne des Sempacher Konzertkellers.

Für alle, die raten wollen, wer beim nächsten «Tête-à-Tête im Schtei» auf der Bühne sitzen wird, kommt hier der nächste Tipp: Laut Marco Sieber, Sempacher Kulturschaffender und Initiant des musikalischen Blinddates, besitzen beide Musikschaffenden einen Nachnamen, welcher an die französische Sprache erinnert, jedoch stammen der Musiker sowie die Musikerin nicht aus der Westschweiz.  

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Info

Das ist «Tête-à-Tête im Schtei»

Konzert/Talk

Bereits 2016 fanden im Luzerner Neubad einige «Tête-à-Tête» statt. Die Vorstellungsreihe von Marco Sieber erlebt nun ein Comeback in Sempach. Zwei Musikschaffende begegnen sich das erste Mal auf der Bühne, und auch das Publikum weiss erst zu Beginn des Anlasses, wessen «Blind Date» beigewohnt wird. Während einer Stunde diskutieren und musizieren die beiden Gäste spontan. Der nächste Event findet am Mittwoch, 20. März, im Konzertkeller «im Schtei» in Sempach statt. Die Vorstellung beginnt pünktlich um 19.30 Uhr, Türöffnung ist ca. um 19.15 Uhr.


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