2020 übernachteten markant weniger Gäste aus den USA, Asien und dem europäischen Raum in der Region Luzern. (Foto Luzern Tourismus/Elmard Bossard)
2020 übernachteten markant weniger Gäste aus den USA, Asien und dem europäischen Raum in der Region Luzern. (Foto Luzern Tourismus/Elmard Bossard)
19.02.2021

Region Luzern: Pandemie sorgte 2020 für markant weniger Logiernächte

von Red

Im Kanton Luzern hat die Pandemie tiefe Spuren im Tourismusjahr 2020 hinterlassen. Die Logiernächte in der Stadt Luzern gingen um 65 Prozent zurück, in der gesamten Region Luzern-Vierwaldstättersee um 45 Prozent.

Gemäss Bundesamt für Statistik wurden im vergangenen Jahr in der Stadt Luzern 484’891 Übernachtungen gezählt, was ein Rückgang von 64,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Die Gesamtregion Lu- zern-Vierwaldstättersee (Luzern, Schwyz, Uri, Obwalden und Nidwalden) verzeichnete 2’139’580 Logiernächte. Dies sind 45,3 Prozent weniger als im Jahr 2019. Dies geht aus einer Medienmitteilung der Luzern Tourismus AG (LTAG) hervor.

Markant zurückgegangen sind demnach die Zahlen aus den ausländischen Märkten. Von den Reiseeinschränkungen vergleichsweise am wenigsten betroffen waren der europäische Markt, der mit einem Minus von 54,6 Prozent abschloss. Von den wichtigsten Märkten waren vor allem Italien (- 59,8 Prozent), Grossbritannien (- 80,3 Prozent) und Spanien (- 82,6 Prozent) betroffen, was auf die pandemische Situation in diesen Quellmärken und auf die Aus- und Einreiseeinschränkungen zurück zu führen ist. Auch die Gäste aus Deutschland, der wichtigste Europa-Markt, haben mit einem Minus von 37,7 Prozent viel weniger in Luzern übernachtet.

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Die üblicherweise wichtigsten ausländischen Gäste, jene aus den USA, blieben fast vollständig fern. Lediglich rund 15’000 Nächte im Vergleich zu 266’000 im Vorjahr wurden gezählt. Dies bedeutet ein Minus von 94,3 Prozent. Auch für die asiatischen Gäste waren Reisen nach Europa während eines Grossteils des Jahres 2020 nicht möglich, was in einem Minus von 90,2 Prozent resultierte.

Luzern bleibt top Sommerdestination

In der Gesamtregion Luzern-Vierwaldstättersee wurden im letzten Jahr 2’139’580 Nächte gezählt. Dies sind 45,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Dank mehr und neuen Gästen aus der Schweiz, vor allem auch aus der Romandie, hat auch hier der Anteil der Schweizer Gäste von 41 Prozent im Jahr 2019 auf 73 Prozent zugenommen. In der Gesamtregion haben lediglich 2,3 Prozent weniger Schweizer Gäste als im Vorjahr übernachtet. Europa insgesamt verzeichnet ein Verlust von 48,4 Prozent. Auch hier wurden aus Asien und Amerika mit jeweils minus 91,6 Prozent riesige Verluste verzeichnet.

Durch die ausbleibenden Gäste wurde auch markant weniger Wertschöpfung durch den Tourismus generiert. Alleine durch die direkte touristische Wertschöpfung von Gästen aus Amerika oder Asien, die deutlich ausgabefreudiger sind als die Schweizer und europäischen Gäste, resultierten Mindereinnahmen von 196 Millionen Franken in der Stadt Luzern.

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Ein Lichtblick bleibt: In diesen Tagen hat BAK Economics die aktuellen Rankings ihrer Studie zu den 150 wichtigsten Tourismusdestinationen des Alpenraums publiziert (Zahlenbasis 2019). Luzern rangiert dabei unter den Sommerdestinationen auf Rang 1 und im Ranking der Ganzjahresdestinationen auf Rang 3.


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