Der Kanton Luzern steht bei der Schweinehaltung an der Spitze. (Archivbild Thomas Stillhart)
Der Kanton Luzern steht bei der Schweinehaltung an der Spitze. (Archivbild Thomas Stillhart)
18.08.2022

Schweizer Schweine sind in Luzerner Hand

von PD

Mit rund 4'400 Landwirtschaftsbetrieben ist Luzern einer der bedeutendsten Landwirtschaftskantone der Schweiz. Bei der Schweinehaltung steht Luzern gar mit Abstand an der Spitze.

Gemäss den neusten verfügbaren Zahlen der Landwirtschaftlichen Strukturerhebung des Bundes zählt der Kanton Luzern 4ꞌ402 Landwirtschaftsbetriebe und ist so gesehen der zweitgrösste Landwirtschaftskanton der Schweiz. Einzig Bern ist mit knapp 10ꞌ000 Betrieben deutlich grösser. Mit grossem Abstand an der Spitze steht Luzern jedoch in der Schweinehaltung: Am 1. Januar 2021 betrug der Luzerner Bestand 428ꞌ132 Schweine. Das sind mehr als doppelt so viele wie im zweitstärksten Kanton, Bern, und entspricht 31,3 Prozent des gesamten Schweizer Schweinebestands.

Grösse der Bauernbetriebe wächst

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe im Kanton Luzern um 23,8 Prozent oder 1'377 Betriebe zurückgegangen. Innert 80 Jahren hat mehr als jeder zweite Luzerner Betrieb seine Tätigkeit aufgegeben, und die Zahl der Arbeitskräfte ist um fast drei Viertel geschrumpft (2021: 12'801 Personen). Währenddessen bleibt die Nutzfläche verhältnismässig konstant (–4,3 Prozent seit 2000). Das heisst, dass die durchschnittliche Betriebsgrösse stetig ansteigt. 2021 betrug sie bei den Luzerner Betrieben 17,1 Hektaren. Die schweizweit grössten Betriebe befinden sich in den Kantonen Neuenburg und Jura (42,0 respektive 41,0 Hektaren).

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Biobetriebe bleiben rar

Der durchschnittliche Tierbestand pro Halter wächst im Kanton Luzern stark an. Innert 25 Jahren hat sich beispielsweise die durchschnittliche Zahl der Hühner fast verdreifacht. So auch bei den Schweinen: Hier stieg die durchschnittliche Anzahl pro Halter von 95,3 auf 260,9 Tiere an. Seit der Jahrtausendwende haben sich in der Schweiz die Bio-Betriebe etabliert. Ihr Anteil hat sich seit 2000 mehr als verdoppelt (2021: 15,7 Prozent). Luzern hat mit 10,9 Prozent indessen einen unterdurchschnittlichen Anteil an Bio-Betrieben. Einzig die Kantone Appenzell Innerrhoden, Schaffhausen, Freiburg und Aargau liegen tiefer. Im Kanton Luzern werden gegenwärtig  11,7 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche nach biologischen Kriterien geführt.