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Region

Tausende strömten durchs Städtli: Marktmeile war Publikumsmagnet

Matteo Hug 01. Juni 2026

An der dritten Surseer Marktmeile präsentierten sich lokale Unternehmen, Vereine und auch das Militär. Bei bestem Wetter gab es einiges zu entdecken.

An der dritten Surseer Marktmeile präsentierten sich lokale Unternehmen, Vereine und auch das Militär. Bei bestem Wetter gab es einiges zu entdecken.

Eine Meile entspricht rund 1609 Metern – im angelsächsischen Raum ist man sich diesbezüglich einig geworden. In Sursee aber herrschen andere Massstäbe: Die diesjährige Marktmeile erstreckte sich von der Bahnhofstrasse bis in die Oberstadt über etwa 1100 Meter. Über die Abweichung vom internationalen Standard machte sich am Samstag wohl kaum jemand Gedanken – wurde den rund 30’000 Besucherinnen und Besuchern am grössten und längsten Markt der Zentralschweiz doch einiges geboten. Organisiert wurde der Anlass von der Stadt Sursee, dem Surseepark und dem Verein Gewerbe Region Sursee.

Militär markierte Präsenz

Bereits vor der offiziellen Eröffnung um 9 Uhr schlenderten zahlreiche Interessierte die Meile entlang. Begrüsst wurden sie eingangs Bahnhofstrasse von der Schweizer Armee: Bei der Sonderschau waren historische Militärfahrzeuge zu bestaunen. Die Herren und Damen in Camouflage ermöglichten Einblicke in ihre Welt: Kampfhelme anprobieren und durch den Panzer krabbeln, sorgte insbesondere bei den Jüngsten für helle Begeisterung. Auch kulinarisch zeigte sich das Militär von seiner Schokoladenseite: mit Käseschnitte und Bratwurst.

Vereine bewegten

Wie im Militär, geniesst die Kameradschaft auch im zivilen Vereinsleben einen hohen Stellenwert. Ob Guuggenmusig, Pfadfindergruppe, Sportklub oder Freikirche – die Vereine der Region präsentierten sich und brachten die Bevölkerung dabei in Bewegung: Mit dem Hockey- oder dem Trommelschläger in der Hand, auf dem Rudergerät oder an der Seilziehmaschinen kamen einige ehrgeizige Besucherinnen und Besucher bei sommerlichen 28 Grad zusätzlich ins Schwitzen.

Flohmarkt florierte

Genau hinzuschauen, lohnte sich beim Floh- und Trödelmarkt. Entlang des Surseeparks gab es rund 60 Stände zu durchstöbern, das Einkaufszentrum koordinierte diesen Teil der Meile. Nicht nur Familien boten ausgediente Kleidung und Spielzeug an: Unter einer grossen Auswahl aus Schuhen, Büchern, Tonträgern, antiquiertem Geschirr und vielem mehr konnten Schnäppchenjäger so manchen Schatz ergattern.

Gewerbe ein Gesicht gegeben

Weniger verstaubt als manches etwas aus der Zeit gefallene Modeaccessoire, kam das Surseer Gewerbe daher: Der obere Teil der Bahnhofstrasse und der Martignyplatz standen ganz im Zeichen der regionalen Unternehmen – über 50 an der Zahl. Ballons, Seifenblasenmaschinen und Glücksräder-Rattern sorgten an den zahlreichen Ständen für einladende Stimmung. Während Werbeartikel über die Tischflächen wanderten, gaben Mitarbeitende ihrer Firma ein Gesicht.

Warenmarkt integriert

Vor dem Untertor boten einige Künstlerinnen und Künstler ihre Werke zum Kauf an. Grosse und kleine Gemälde, aber auch handgefertigte Puppen waren ausgestellt. Die steile Eingangstrasse des Städtlis hingegen säumten die Wagen der Marktfahrenden – wie jeden letzten Samstag im Mai beim traditionellen Warenmarkt. Von der frühen Mittagszeit an schwebte der Duft von Curry und Raclette durch die Gassen – verschiedene Foodtrucks boten Verpflegung an. Auch das Märt-Beizli auf dem Schulhausplatz von Alt. St. Georg war beliebt: Neben einer Auswahl an Essensständen und einer Bar stand eine Bühne bereit, verschiedene Bands beschallten den Martigny-Platz mit Live-Musik.

«Leben in die Gassen gebracht»

«Es stimmte einfach alles», resümiert OK-Präsident Patrik Bräuchi. «Das Wetter ist top, die Stimmung auch.» Sein persönliches Highlight: «Ich bin beeindruckt, was das Gewerbe alles auf die Beine stellt, um sich zu präsentieren.» Ein positives Fazit zur gelungenen dritten Surseer Marktmeile – dem grössten, wenn auch unregelmässig stattfindenden, Markt der Zentralschweiz. «Der Anlass hat Leben in die Surseer Gassen gebracht.»

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