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Vereinsgründung: Surseerin an digitaler Schaltstelle

pd 29. Juni 2026

Zahlreiche Delegierte der Luzerner Gemeinden haben am 22. Juni den neuen Verein Digitale Gemeinden Luzern (DGL) aus der Taufe gehoben. Sie wählten einen neunköpfigen Vorstand (darunter Personen aus dem Einzugsgebiet dieser Zeitung, siehe Box unten) unter dem Präsidium von Sara Steiner, Bereichsleiterin Digitales und Projekte der Stadt Sursee. 

Zahlreiche Delegierte der Luzerner Gemeinden haben am 22. Juni den neuen Verein Digitale Gemeinden Luzern (DGL) aus der Taufe gehoben. Sie wählten einen neunköpfigen Vorstand (darunter Personen aus dem Einzugsgebiet dieser Zeitung, siehe Box unten) unter dem Präsidium von Sara Steiner, Bereichsleiterin Digitales und Projekte der Stadt Sursee. 

VLG-Präsidentin Sibylle Boos-Braun konnte zahlreiche Gemeindedelegierte und eine Vertretung des Kantons an der Gründungsversammlung begrüssen. Als Tagespräsidentin führte sie die Versammlung durch und ging vorgängig auf die Entstehungsgeschichte ein. Aufgrund der Erkenntnis, dass sich die bestehenden Strukturen der VLG für die Umsetzung der Digitalisierungsthematik als zu wenig geeignet erwiesen, beschloss der VLG-Vorstand einen eigenen Verein Digitale Gemeinden Luzern (DGL) zu gründen, dem möglichst alle Gemeinden angehören und der als zentraler Ansprechpartner gegenüber dem Kanton agieren soll. In der Vernehmlassungsphase stiess die Vereinsidee auf grosse Zustimmung, weshalb der VLG-Vorstand eine Projektgruppe unter der Leitung von Mario Trlaja (LuzernPlus) mit der Ausarbeitung der Gründungsdokumente beauftragte.

Sara Steiner präsidiert

Nach der Einführung der VLG-Präsidentin genehmigten die anwesenden Delegierten die neuen Verbandsstatuten und wählten einen neunköpfigen Vorstand und den Vorsitz von Sara Steiner, die sich als Bereichsleiterin Digitales und Projekte für die Digitalisierung in der Stadt Sursee verantwortlich zeichnet. Ebenfalls genehmigt wurde der Finanzplan, der vorsieht, dass 2026 und 2027 keine Vereinsbeiträge nötig sind, da noch Gelder aus den E-Government Beiträgen der Gemeinden in den Jahren 2021 und 2023 vorhanden sind. Der VLG hat diese treuhänderisch verwaltet und sie werden nun dem neuen Verein als Startkapital übergeben. So konnte Sibylle Boos festhalten: «Ich bin sehr erfreut über das grosse Interesse der Gemeinden am neuen Verein und auch über die grosse Bereitschaft, sich für den Vorstand zur Verfügung zu stellen, da bündelt der DGL eine grosse Fachkompetenz.»

Kräfte auf Gemeindeebene bündeln

Das Grundangebot steht allen Gemeinden zur Verfügung und wird durch die Mitgliederbeiträge finanziert. Zusatzangebote hingegen werden ausschliesslich von den Gemeinden finanziert, die sie auch nutzen. Auf diese Weise kann auf die Verschiedenartigkeit und Grösse der Gemeinden Rücksicht genommen werden. Aufgrund der Komplexität der Digitalisierungsthemen müssen die Kräfte auf Gemeindeebene in Zukunft gebündelt werden, damit Synergien optimal genutzt werden können. Die Luzerner Gemeinden vollziehen damit einen Schritt, wie ihn die Gemeinden in anderen Kantonen bereits unternommen haben oder noch machen.

Mehrwert für Luzerner Bevölkerung

Die neu gewählte Präsidentin Sara Steiner freut sich über die Vereinsgründung. Für sie geht es nun darum, als Erstes eine professionelle Geschäftsführung zu rekrutieren, die Vorhaben zu priorisieren und dann baldmöglichst auch einzelne Gemeindeservices auf dem Luzerner Einwohnerportal my.lu.ch aufzuschalten, um damit den Luzernerinnen und Luzernern einen Mehrwert zu bieten. So sagt Steiner: «Wir stellen uns in den Gemeinden oft den gleichen Herausforderungen rund um die Digitalisierung und die digitale Transformation. Umso wichtiger ist es, dass wir voneinander und miteinander lernen, gemeinsam Lösungen und Standards definieren und unsere finanziellen und personellen Ressourcen stärker bündeln.»

DGL-Vorstand mit Personen aus der Region

Per Gründungsversammlung sind dem Verein bereits 67 Gemeinden beigetreten, die rund 86 Prozent der Kantonsbevölkerung repräsentieren. Weitere Gemeinden sind noch im Meinungsbildungsprozess. Der Vorstand des neuen Vereins setzt sich wie folgt zusammen: Adrian Bachmann, Gemeindepräsident, Eich; André Bucher, Ebikon; Bereichsleiter ICT/Digitale Transformation; Sandra Cellarius, Gemeindepräsidentin, Pfaffnau; Markus Estermann, Gemeindepräsident, Hildisrieden; Elias Meier, Gemeinderat, Oberkirch; Josua Müller, Gemeindepräsident, Reiden; Ueli Spöring, Gemeinderat, Schwarzenberg; Sara Steiner, Bereichsleiterin Digitales und Projekte, Stadt Sursee, Präsidentin; Urs Truttmann, Chief Digital Officer (CDO), Stadt Luzern. Alle Exekutivmitglieder bringen nebst ihrer Führungsfunktion in den Gemeinden auch einen profunden beruflichen Hintergrund in der IT mit. Die Mitglieder aus den kommunalen Verwaltungen sind für die Digitalisierung sowie die digitale Transformation in ihren Gemeinden verantwortlich.

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