Bio-Weinbau aus Überzeugung
Mit jedem Satz wird spürbar, dass Nachhaltigkeit und Biodiversität für alle Beteiligten weit mehr als Schlagworte sind. Er und sein Team predigen sie nicht, sondern leben sie. Seit mehr als zwanzig Jahren bewirtschaftet er mit seinem Team den Weinbaubetrieb nach Bio-Richtlinien und ist seit 2024 auch mit der Knospe (Bio Suisse) zertifiziert. Eine eigentliche Umstellung brauchte es nie, denn von Anfang an arbeitete er mit der Natur statt gegen sie. Auf seinem rund 1 Hektar grossen Rebberg finden deshalb zahlreiche Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum. Gleichzeitig eröffnet sich vom Rebberg aus eine eindrucksvolle Sicht auf die Voralpen. «Die Reben haben eine schöne Aussicht auf die Berge», sagt Ruedi Meyer mit einem Schmunzeln. Damit auch Besucher diesen Ausblick geniessen können, lädt eine Sitzbank zum Verweilen ein.
Auf seiner vergleichsweise kleinen Anbaufläche wachsen rund 30 verschiedene Rebsorten. Darunter viele Einzelexemplare, denn das ganze Team probiert gerne Neues aus. Manche Sorten sind so neu, dass sie noch keinen Namen tragen und lediglich mit Bezeichnungen wie «Cal 1-28» geführt werden. Bewährt sich eine Sorte, werden weitere Rebstöcke gepflanzt. Zu seinen wichtigsten Rebsorten zählen heute Sauvignac, Souvignier gris, Cabernet Jura, Cal 1-28 und Divico. Gemeinsam haben sie alle eines: «Es sind Piwi-Sorten, also pilzwiderstandsfähige Reben, die den biologischen Weinbau überhaupt erst in diesem Umfang ermöglichen. Ohne sie wäre der Aufwand im Bio-Weinbau deutlich grösser», sagt Ruedi Meyer.
Mehr über diesen Weinbaubetrieb erfahren Sie auf www.weinbaumeyer.ch