Stadtpräsidentin Sabine Beck und Sozialvorsteherin Jolanda Achermann schöpften am Freitagmittag Suppe für über 250 Personen.  (Foto Thomas Stillhart)
Stadtpräsidentin Sabine Beck und Sozialvorsteherin Jolanda Achermann schöpften am Freitagmittag Suppe für über 250 Personen.  (Foto Thomas Stillhart)
11.03.2022

Zwei Stadträtinnen schöpften Suppe

von Thomas Stillhart

Mehr als 250 Personen versammelten sich am Freitagmittag zum Suppen essen auf dem Martigny-Platz. Gemeindeleiter Claudio Tomassini bezeichnete die vielen Mitesser als «Balsam für die Seele».

Seit 2017 laden die Kirchen während der Fastenzeit an den Freitagen auf den Martigny-Platz. Aus zwei Töpfen gibt es jeweils feine Gemüsesuppen. Hinzukommen frisches Brot und zum Dessert beliebte Zwetschgen- sowie Apfelwähen. Sprichwörtlich gehen die Wähen wie frische Weggli weg. Wer zu spät kommt, muss sich auf den kommenden Freitag vertrösten.

Mehr als 250 Suppenesser

Am Freitag, 11. März, war der Auftakt zur Freitagssuppe 2022. Und die Leute strömten auf den Martigny-Platz. «Wir hatten am ersten Freitag noch nie so viele Leute wie heute», schaut Gemeindeleiter Claudio Tomassini hoch erfreut in die Runde. Er schätzt die Zahl der Mittesserinnen und Mitesser auf mindestens 250. 

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An den Schöpflöffeln hat er zwei Stadträtinnen postiert. Für Stadtpräsidentin Sabine Beck und Sozialvorsteherin Jolanda Achermann ist das Schöpfen nichts Neues, halfen sie doch schon in früheren Jahren. «Wir sagten spontan zu, auch in diesem Jahr zu schöpfen», sagt Jolanda Achermann. Berührungen mit den Kirchen gebe es einige. «Wir sind gut miteinander unterwegs.»

Geld für Kolumbien

Wie immer steht in der Mitte des Platzes eine grosse Kasse in Form eines Behälters. Dort können die Suppenesser einen freiwilligen Beitrag leisten. In diesem Jahr fliessen die Gelder nach Kolumbien. Um 12.30 Uhr schwankt der Behälter bereits wegen des vielen Geldes, das darin liegt. 

Claudio Tomassini bezeichnet den grossen Aufmarsch an der ersten Freitagssuppe als «Balsam für die Seele.» Viele hätten ihm versichert, dass sie heute wieder einmal Leute sehen würden, die sie schon lange nicht mehr getroffen hätten. «Die Freitagssuppe ist ein Zeichen der Solidarität – heute sammeln wir für Kolumbien, am Sonntag für die Ukraine.» Es brauche beides. 

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Zeichen für den Frieden

Damit sprach der Gemeindeleiter das «Zeichen für den Frieden» an, das die Stadt und die Kirchgemeinden Sursee am Sonntag, von 11.30 bis 12 Uhr, auf dem Hans-Küng-Platz setzen wollen. Dies werde ein kraftvolles Zeichen für den Frieden in der Ukraine, blickt Claudio Tomassini zuversichtlich dem gemeinsamen Anlass entgegen. 

An den nächsten drei Freitagen, am 18. März, am 25. März und am 1. April, finden wieder Freitagssuppen auf dem Martigny-Platz statt. Alle sind dazu herzlich eingeladen. 


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