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Sport

«Die Kaffemaschine kommt mit nach Cortina!»

Marion Gredig 03. Februar 2026

Curlerin Selina Witschonke aus Sempach, spielt als Lead im Weltklasseteam um Skip Silvana Tirinzoni und gibt in Milano Cortina ihr Olympia-Debüt. Im Interview erklärt die mehrfache Medaillengewinnerin an EM und WM, was so kurz vor Olympia noch auf dem Programm steht. 

Curlerin Selina Witschonke aus Sempach, spielt als Lead im Weltklasseteam um Skip Silvana Tirinzoni und gibt in Milano Cortina ihr Olympia-Debüt. Im Interview erklärt die mehrfache Medaillengewinnerin an EM und WM, was so kurz vor Olympia noch auf dem Programm steht. 

Selina Witschonke, so kurz vor den Olympischen Spielen in Milano Cortina, was läuft da bei Ihnen jetzt noch genau? Wird mehr oder weniger trainiert, Ausrüstung getestet oder wie muss man sich das vorstellen?

Aktuell verläuft unser Training ganz normal und nach Plan. Vom 30. Januar bis 1. Februar werden wir mit dem Berner Damen-Cup unser letztes Vorbereitungsturnier spielen. Das gibt uns nochmals die Möglichkeit, Wettkampf-Routine zu sammeln und letzte Feinabstimmungen vorzunehmen.

Neben dem sportlichen Training hatten wir in den letzten Wochen auch einige aussergewöhnliche Termine, zum Beispiel ein Medientraining sowie das Abholen unserer offiziellen Ausrüstung bei Swiss Olympic. Zudem arbeiten wir aktuell an einer detaillierten Packliste, damit wir als Team bestens vorbereitet sind und nichts vergessen.

Eine Woche vor dem Start unseres Wettkampfs in Cortina werden wir gemeinsam mit dem Herrenteam ein Trainingscamp absolvieren.

Wie reist das Team nach Cortina?

Wir reisen gemeinsam mit dem Herrenteam und dem gesamten Staff mit einem Car nach Cortina. So können wir als ganze Curling-Delegation zusammen anreisen.

Gibt es etwas Besonderes, das Sie noch einpacken? Einen Glücksbringer vielleicht oder ein spezielles Müsli oder so?

Das Wichtigste ist für mich ein zweites Paar Curlingschuhe – damit ist man für alle Eventualitäten abgesichert. Alles andere könnte man im Notfall auch vor Ort organisieren.

Was bei uns im Team allerdings nie fehlen darf, ist unsere eigene Kaffeemaschine inklusive Kapseln. Die reist tatsächlich zu jedem Turnier mit und gehört mittlerweile fast schon zur Teamroutine.

Milano Cortina werden Ihre ersten Olympischen Spiele sein, richtig? Wie hoch ist die Nervosität und wie gross die Vorfreude?

Ja, das sind meine ersten Olympischen Spiele. Ich durfte zwar 2016 bereits an den Youth Olympic Games teilnehmen, was mir einen ersten Einblick gegeben hat, aber die Olympischen Spiele sind natürlich eine ganz andere Dimension und nicht vergleichbar. Das Niveau, die Aufmerksamkeit und die Bedeutung sind nochmals deutlich höher.

Die Vorfreude ist riesig. Natürlich gibt es auch eine gewisse Nervosität, aber wir haben uns als Team sehr gut vorbereitet und fühlen uns bereit. Es ist unglaublich spannend und ich freue mich sehr auf diese Erfahrung und Herausforderung.

Was ist Ihr Geheimrezept, um gemeinsam im Team zu gewinnen?

Unser Ziel ist es, die Dinge weiterhin so zu machen wie bisher. Jede Person im Team, inklusive Staff, hat klar definierte Aufgaben, die auf den jeweiligen Stärken basieren. Entscheidend ist, dass jede und jeder den eigenen Job konsequent erfüllt: nicht mehr und nicht weniger.

Wenn wir unsere Rollen sauber ausfüllen, uns gegenseitig vertrauen, stärken, immer wieder Tipps geben und unterstützen, schaffen wir eine stabile Basis für gute Leistungen. Genau darin liegt aus meiner Sicht unser Erfolgsrezept als Team.

Olympische Winterspiele in Milano Cortina

Die Sempacherin Selina Witschonke reist als Teil des Schweizer Curlingteams erstmals an die Olympischen Spiele. Für den Schenkoner Eisschnellläufer Livio Wenger ist es bereits die dritte Teilnahme auf der international grössten Wintersportbühne.

Diese Zeitung hat mit beiden Athleten gesprochen – über ihre Erwartungen, die besondere Atmosphäre und darüber, was sie alles in ihren Koffer packen.

Eröffnet wird der Weltsportanlass am 6. Februar im legendären Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand. Während 18 Wettkampftagen messen sich Athletinnen und Athleten aus aller Welt in 16 Sportarten – unter dem olympischen Motto «Höchstleistung, Freundschaft und Respekt». 

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