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Oberkirch

«Heisse Geschichten» bei kühlen Temperaturen

Gabi Bucher/Alterskommission Oberkirch 05. April 2026

Die «Bänklizyt» der Alterskommission Oberkirch startete letzten Mittwoch mit dem Thema «Heisse Geschichten aus Oberkirch», dabei erzählten alteingesessene Oberkircherinnen von früher.

Die «Bänklizyt» der Alterskommission Oberkirch startete letzten Mittwoch mit dem Thema «Heisse Geschichten aus Oberkirch», dabei erzählten alteingesessene Oberkircherinnen von früher.

Glücklicherweise entschied das stürmische Wetter gegen eine Austragung im Freien, denn die ursprünglich geplanten zwanzig Sitzplätze beim «Frauenbundbänkli» hätten nie ausgereicht. Über fünfzig Interessierte sassen schliesslich erwartungsvoll im Raum «Feuer» der Pfarrei Oberkirch. Die beiden Protagonistinnen, Rosmarie Huber, 94, und Charlotte Häller, 99 Jahre alt, fingen an zu erzählen, von sich, von früher, von Oberkirch, von Erlebnissen mit dem Pfarrer, mit dem Tanzen – nicht vor 18 und wenn, dann nur mit Männern aus dem Kirchenchor. Charlotte Häller begeisterte vor allem mit ihren Ausführungen zu ihrem ersten Date mit ihrem Seppi. An die Kilbi hatte er sie eingeladen, und da sie weder Riesenrad noch Schiffsschaukel mochte, blieben nur die «Putschi-Autos». Unendlich lange habe das gedauert, und als sie dachte, endlich erlöst zu sein, habe der Seppi noch einen Jeton eingeworfen. Aber geheiratet habe sie ihn trotzdem nach zirka sechs Monaten, und sie habe es immer gut gehabt mit ihm.

Sägemehl und Korsettstäbchen

Rosmarie ihrerseits, eine begnadete Erzählerin mit sehr viel Gespür für gute Pointen und einem beneidenswerten Gedächtnis, gab zahllose Anekdoten zum Besten und erzeugte damit immer wieder Lachsalven. Vom Elternsegen erzählte sie, vom Aussegnen nach der Geburt, vom erzürnten jungen Mann, dessen Liaison mit der Serviertochter des «Hirschen» durch Streuen von Sägemehl am 1. Mai bekanntgemacht worden war, und wie er danach aus Rache im ganzen Dorf Sägemehl gestreut habe. Und von diesem einen Tanz, bei dem ihr Tanzpartner sie um die Hüfte genommen und zufrieden festgestellt habe: «Endlich eine ohne Korsettstäbchen.»

Mehr als gelungen

Es herrschte eine heitere, ja fast ausgelassene Stimmung im Raum, als die beiden unglaublich vitalen, aufgestellten, humorvollen Frauen nach einer Stunde verabschiedet wurden. 

Genau so hatte sich das Organisationsteam diesen Anlass gewünscht. Dass es dann aber auch so kam, war nicht selbstverständlich und ganz allein den beiden Erzählerinnen zu verdanken, die ihre Zuhörerschaft während einer Stunde aufs Beste unterhielten. Ein mehr als gelungener Einstieg in diese «Bänklizyt».

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