Seit der Seeabsenkung 1806 verrichtet das Wehr am Surenausfluss des Sempachersee seinen Dienst.   (Foto Archiv/Manuel Arnold)
Seit der Seeabsenkung 1806 verrichtet das Wehr am Surenausfluss des Sempachersee seinen Dienst.   (Foto Archiv/Manuel Arnold)
30.08.2019

Minderheit wehrt sich für Wehr an der Sure

von Red

Die Kommission Verkehr und Bau des Kantonsrats besprach das Projekt Hochwasserschutz an der Sure in Oberkirch und Sursee. Das rund 200-jährige Wehr soll erneuert werden. Eine Minderheit wollte das Geschäft zurückweisen, scheiterte aber. 

Rückweisungsantrag abgelehnt

Grossmehrheitlich zugestimmt, habe die VBK dem Kredit. «Diskussionen gab es in Bezug auf die Dimension des Projektes, den Landverbrauch und insbesondere die Wehranlage. Ein Rückweisungsantrag zur Überarbeitung hat die Kommission jedoch klar abgewiesen», schreibt der Kanton. Grossmehrheitlich werde das Projekt als zweckmässig und notwendig erachtet. Die VBK stütze sich dabei auf die bisher geleistete Arbeit der beteiligten internen und externen Fachleute.

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Augenmerk in Aussicht gestellt

Eine Minderheit der Kommission erachtet insbesondere die Erneuerung und Automatisierung der Wehranlage als unnötig. Es wurde deshalb in Aussicht gestellt, diesem Aspekt bei der Ausarbeitung des Detailprojektes noch einmal besonderes Augenmerk zu schenken. Auch wenn sich beim Sempachersee aktuell eher Nieder- als Hochwasser als problematisch erweist und das Risiko primär beim Hofbach liegt, gilt es das Schadenspotenzial im Auge zu behalten. Das Projekt erhöht diesbezüglich den Schutz in angemessener Weise.

Info

Projekt Steibärebach

Die VBK stimmt dem Dekret über einen Sonderkredit Hochwasserschutz und Revitalisierung Steibärebach, Gemeinde Triengen (B 164) grossmehrheitlich zu. Die Kommission unterstützt die Ziele des Projekts. Die Ausweitung der bestehenden Durchlässe ist notwendig und die Revitalisierung verhältnismässig. Die Kommission begrüsst, dass mit dem Projekt der Grundwasserschutz verbessert wird. Wichtig ist für die VBK, dass die betroffene Gemeinde Triengen hinter dem Projekt steht. Die Renaturierung unterstützt zudem die Biodiversität und führt zu höheren Bundesbeiträgen. Das hilft dem Kanton Luzern beim Abbau der im Bereich Hochwasserschutz bestehenden Pendenzen. Das Verhältnis von Kosten und Nutzen stimmt.


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