Mit einem grossen Jubiläumsfest hat das Geburtshaus Terra Alta in Oberkirch sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. Das Jubiläum stiess auf überwältigend grosses Interesse und lockte bei sommerlichem Wetter unzählige Gäste nach Oberkirch. Familien, Mitarbeitende, ehemalige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sowie die Gründerinnen des Hauses nutzten die Gelegenheit, gemeinsam auf zwei Jahrzehnte Terra Alta zurückzublicken.
Ein Wimpel für jedes Kind
Bereits am Vormittag stand die fachliche Auseinandersetzung mit dem Thema Geburt und Gesundheit im Mittelpunkt. Prof. Dr. med. Martin Stocker, Leiter des Kinderspitals Luzern und Chefarzt Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin, sprach über die Gesundheitsvorsorge von Anfang an und unterstrich die Bedeutung eines guten Starts ins Leben. Das gesamte Gelände rund um das Geburtshaus verwandelte sich in einen lebendigen Begegnungsort für Gross und Klein. Ponyreiten, Kinderschminken, Familienfotos, Spielangebote und musikalische Unterhaltung sorgten für eine fröhliche Atmosphäre. Besonders eindrücklich war der rund einen Kilometer lange Wimpelpfad: Für jedes der mehr als 4200 im Terra Alta geborenen Kinder wurde ein Wimpel aufgehängt. Ein Höhepunkt war der Auftritt der Luzerner Sängerin Eliane.
Viel Geschichte – auch für Familien
Auch die Geschichte des Terra Alta erhielt am Jubiläumsfest ihren Platz. Verwaltungsratspräsidentin Dorothea Zünd-Bienz blickte in Form eines persönlichen Briefes auf bewegte, schöne und herausfordernde Jahre zurück. Co-Geschäftsführerin Jessica Saxenhammer würdigte das Terra Alta als einen Ort, der so vielfältig sei wie das Leben selbst – einen Ort, an dem gelacht, geweint, angepackt und gefeiert werde. Für viele Besucherinnen und Besucher war das Fest zugleich eine Reise in die eigene Familiengeschichte. Zahlreiche Eltern kehrten mit ihren mittlerweile gross gewordenen Kindern an den Ort zurück, an dem ihr Familienleben einst begann. Erinnerungen wurden ausgetauscht, Geschichten erzählt und Begegnungen wieder aufgenommen. Gerade diese Momente machten deutlich, welche Bedeutung das Terra Alta für viele Familien hat: ein Ort, der sie in einer besonderen Lebensphase begleitet hat und an den sie auch Jahre später gerne zurückkehren.
Mehr als ein Ort der Geburt
Aus dem Pionierprojekt von fünf Hebammen ist in den vergangenen 20 Jahren ein fester Bestandteil der geburtshilflichen Versorgung in der Zentralschweiz geworden. Das Terra Alta begleitet Familien von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett. Kennzeichnend sind die persönliche und kontinuierliche Betreuung durch Hebammen und die enge Zusammenarbeit mit Spitälern, Gynäkologinnen, Kinderärzten und weiteren Fachpersonen. Das Geburtshaus ist Teil der regionalen Versorgung und erweitert die Wahlmöglichkeiten von Familien bei der Wahl des Geburtsortes. Mit dem Jubiläumsfest blickte das Terra Alta nicht nur zurück, sondern auch nach vorne. Die vielen Begegnungen und Wiedersehen machten deutlich, dass das Geburtshaus für zahlreiche Familien weit mehr ist als ein Ort der Geburt – es begleitet und verbindet sie in einer besonderen Lebensphase.






