09.07.2020

Marcel Hug gratulierte Manuela Schär im «Hirschen»

von Thomas Stillhart

Am Mittwochabend holte die IG Sport Luzern die feierliche Übergabe des Luzerner Sportpreises im «Hirschen» in Oberkirch nach. Regierungsrat Guido Graf kam persönlich vorbei und klatschte mit Manuela Schär, Sportlerin des Jahres, ab. 

«Es freut mich seht, dass wir die Ehrung des Luzerner Sportpreises doch noch durchführen können», eröffnete der Luzerner Sportdirektor Guido Graf den Abend im «Hirschen». Anfang Mai publizierte die IG Sport Luzern zwar die Namen der diesjährigen Gewinner, die sonst übliche Feier im Kantonsratssaal wurde jedoch vertagt. 

Das Fundament des Sports

Nach einigen Worten zum gesellschaftlichen und gesundheitlichen Stellenwert des Sports schritt Guido Graf zur Ehrung der Ehrenamtlichen. Zwölf von ihnen aus dem ganzen Kanton erhielten aus den Händen von ihm ein «Zertifikat für ehrenamtliches Engagement im Sport». «Ihr seid das Fundament des Sport», lobte der Regierungsrat. 

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Bei der Kategorie Präventionspreis hievte Urs Ziswiler, Vizepräsident des Seeclubs Sursee, die grösste Trophäe, hoch. Er verantwortete im Ruderclub die Einführung des Qualitäts-Labels der IG Sport. 

Seeclub Sursee holt Präventionspreis

«Wir waren zuerst kritisch gegenüber dem Label, aber es hat sehr viele gute Frage und bringt uns weiter», sagte er gegenüber dieser Zeitung. Weil beim Um- und Ausbau des Bootshauses am Triechter das Täfelchen des Labels verloren ging, bekam Urs Ziswiler von Urs Dickerhof ein neues. Nach eine zweite Person aus den Reihen des Seeclubs Sursee war anwesend. Juniorin Lynn Albert gehörte zum Serviceteam. 

An zweiter Stelle der Ehrenamtlichen des Jahres durfte Kurt Krieger einen Pokal übernehmen. Er gründete 1976 zusammen mit anderen den Tennisclub Sempach, präsidierte ihn auch jahrelang und engagierte sich viel im Verein.

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«Eine sehr schöne Ankerkennung»

Ähnlich lange, aber im Ringersport, zeigt Josef Amrein aus Sursee Engagement. Er hat Erfahrungen aus allen Stufen: vom Junioren zum Aktiven, vom Trainer bis zum Präsidenten. Der 3. Platz beim Anerkennungspreis war sein Lohn. «Eine sehr schöne Ankerkennung ist das für mich», sagte er. Einen Höhepunkt erlebte Josef Amrein mit der Bronzemedaille von Stefan Reichmuth vom Ringer Club Willisau, seinem Heimatverein. Dem Grosswanger Freistilringer gelang dieses Kunststück an der WM. 

Dritter Platz für Roman Röösli

Er durfte in der Hauptkategorie nach vorne und wurde zweitbester Sportler des Jahres 2019. Damit platzierte er sich noch vor Roman Röösli vom Seeclub Sempach. Der Ruderer gewann im Doppelzweier den Weltcup und wäre – wie Reichmuth – in normalen Zeiten an den Olympischen Spielen in Tokio. 

Manuela Schär überstrahlte aber alle. Die amtierende Marathon-Weltmeisterin, mehrfache Weltrekordinhaberin und zweimalige Gesamtsiegerin des World Marathon Majors Serie ist die richtige Gewinnerin. Aus den Händen des ebenfalls erfolgreichen Rollstuhlsportlers Marcel Hug bekam sie die Trophäe. 

Lorbeeren für «Hirschen»

Warum die Übergabe im «Hirschen» in Oberkirch stattfand, erklärt Daniel Frank von der IG Luzern: «Hier ist es hindernisfrei, öV-nahe und hat genügend Platz.» Zudem geniesse der «Hirschen» einen guten Ruf. Diese Lorbeeren verdienten Markus Wicki und sein Team mit einem «Rindsfilet auf Toast, Jus, Bratkartoffeln» und einem Himbeermousse.  


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