26.01.2020

40 Stunden lang gab es ununterbrochen Gäste 

von Thomas Stillhart

Die Borgguugger Büron feierten mit einer 40-Stunden-Bar ihre 40 Jahre Bestehen. «Es war eine lange Zeit, hat aber mega Spass gemacht», sagte Lea Hägler am Sonntagmorgen. 

Der Countdown startete am Freitag um Punkt 17 Uhr in der Bar beim Träffpunkt in Büron. Frisch und motiviert bedienten Lea Hägler und Andreina Burkhalter die ersten Gäste. Sie gehören zu den 41 Borgguuger Büron, die heuer 40 Jahre Bestehen feiern. Zum Jubiläum richtete die Guuggenmusik eine 40-Stunden-Bar ein, in der die beiden jungen Damen die erste Schicht übernahmen. 

Im «Hangover-Stil»

Mottogerecht – «Vegas Baby Hangover (hoch) 40» – war sie eingerichtet: 40 richtige Wanduhren drehten und Pokerkarten baumelten. Ein Gummi-Flamingo erinnerte an den Kultfilm aus dem Jahre 2009, der den Filmriss erst richtig versinnbildlichte. 

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Am Freitagabend feierte die unermüdliche Stimmungskanone Erica Arnold mit den Borgguugern und vielen Gästen das Jubiläum. Am Samstagmorgen um 8 Uhr gingen das erste Mal in der 40-Stunden-Bar das Bier und die «Shötli» aus, berichtet Lea Hägler. 

Monsterkonzert mit 14 Guuggenmusiken

Am Samstag präsentierten sich ab 18 Uhr mehr als zwei Stunden lang  14 Guuggenmusiken am Monsterkonzert auf der Bühne im Aussenbereich. Dann gings erst richtig los und Lea Hägler erzählt am Sonntagmorgen glücklich: «Um 22 Uhr waren wir mit 1000 Gästen – davon 560 Guggenmusik-Leuten – ausverkauft.» 

Um 3 Uhr morgens schloss das Zelt, in dem Erica Arnold am Freitag die Leute zum Tanzen brachte. In der Partyhalle war um 4 Uhr Schluss. Dann strömten die Ausdauernden in die Bar. Wieder wurden Bier und «Shötli» nachbestellt.

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Jennifer Schöpfer und Jennifer Schmid bedienten von 4 Uhr bis um 9 Uhr fünf Stunden lang an der Bar. «Erst um 7 Uhr wurde es ruhiger.» Eine Zeitlang sei die Betreuung der Gäste sehr intensiv gewesen. Parallel dazu räumten draussen und in der Halle andere Borgguugger-Mitglieder das Festgelände. Robert Helfenstein fuhr zu und baute das Festzelt ab. 

Ausdauernd, weil sie jung sind

Um Punkt 9 Uhr brachten die beiden Jennys die Kasse weg, die letzten Gläser füllten sie vorher. Um diese Uhrzeit hielten sich noch mehr als ein halbes Dutzend Gäste in der Bar auf. «Weil wir jung sind», erklärte ein Mitglied der Lättguugger Winikon mit Vodka Fanta seine Ausdauer. In seiner Gesellschaft war eine Guuggenmusik-Kollegin, die einen Stofftiger in den Händen hielt und Vodka Red Bull trank. Ein Geschenk eines Borgguuger-Kollegen», erklärte sie. Ein Tiger wirbelte im Film «Hangover» Staub auf. 

Die letzten vier Gäste verlassen die 40-Stunden-Bar am Sonntag kurz nach 9 Uhr.  (Foto Thomas Stillhart)

Zwei von der Guuggenmusik Chomerauer Rätteschwänz – ein Vierzigjähriger mit 19-jähriger Guggenmusik-Erfahrung sowie sein Neffe, ein «Hamburger» (Neumitglied 2020) – nippelten an einem «Flamingo» und einem «Smirnoff». Sie leerten es beim Hinausgehen. Die einen gingen nun nach Hause, um Zmorge zu essen, die anderen übersprangen dies und freuten sich auf das Mittagessen. Jennifer Schmid lobte die ausdauernden Stammgäste: «Mit ihnen war es friedlich.»

Glitzer, aber wach

Lea Hägler blickte auf die 40-Stunden-Bar zurück: «Es war eine lange Zeit, hat aber mega Spass gemacht.» Andreina Burkhalter hatte zwar Glitzer am Auge, aber die 40 Stunden waren ihr nicht ins Gesicht geschrieben.  Ein Hongover mit Filmriss hatten weder die beiden Barmaids noch die letzten vier Gäste. 


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