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Weniger Gülle im See dank intelligenter Regulierung

03. Februar 2020

FDP-Kantonsrat Jim Wolanin (Neuenkirch) fordert mittels Postulats, dass der Regierungsrat die Grenze der Standardarbeitskräfte (SAK) in den Seeeinzugsgebieten von derzeit 1,0 SAK auf 0,8 SAK reduziert. Dadurch können die Landwirschaftsbetriebe ihren Tierbestand reduzieren, was sich positiv auf den Güllezufluss in die Seen auswirkt.

In den Seeeinzugsgebieten besteht eine hohe Tierdichte. Diese hat einen Einfluss auf die Phosphorproblematik in den Mittellandseen. In der «Sempacher Woche» vom 30. Januar wurde die aktuelle Problemlage dargestellt und die Politik aufgefordert, zu handeln. Kantonsrat Jim Wolanin nimmt diesen Ball auf und lanciert mit einem Postulat einen massgeschneiderten und umsetzbaren Lösungsvorschlag.

Die Standardarbeitskräfte (SAK) sind eine politische Grösse, die man zielgerichtet zugunsten erwünschter Veränderungen anpassen kann. Durch eine zielgerichtete Reduktion der SAK im Seeeinzugsgebiet werden Fehlanreize in der Landwirtschaft reduziert. Dies wiederum kann sich positiv auf die Wasserqualität in den Seen und die Phosphorprojekte auswirken. Mit dem Postulat können Rahmenbedingungen für weniger Tiere und alternative Einkommensmöglichkeiten geschaffen werden.

Den sogenannten «innovativen Bauern» sind durch die bestehende Regulierung die Grenzen für den unternehmerischen Spielraum ausserhalb der konventionellen Landwirtschaft mit Schweinen, Ackerbau und Rindern sehr eng gesetzt.

«Es ist an der Zeit, die Auswirkungen im Zusammenhang mit einer SAK-Reduktion auf die ökologische Zielsetzung in den Seen genau zu prüfen und entsprechend anzupassen», so Wolanin. Dies kann schwerpunktmässig und auf Regionen erfolgen oder in vereinfachter Weise durch eine generelle Anpassung.

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