Schüler von der Basisstufe Tann nehmen das Postauto, um die Schulanlage Grundhof zu erreichen. (Foto Ana Birchler-Cruz)
Schüler von der Basisstufe Tann nehmen das Postauto, um die Schulanlage Grundhof zu erreichen. (Foto Ana Birchler-Cruz)
28.08.2019

Ungleiche öV-Preise erstaunen

von Thomas Stillhart

In der Stadt und Agglomeration gibt es öV-Billette für Schulklassen zu günstigen Preisen. Das Land hat noch das Nachsehen.

«Stadt ond Land metenand förenand» möchte der Kanton Luzern leben, in der Praxis scheitert dieser fromme Wunsch aber manchmal. Jüngstes Beispiel ist der öV. Während die Schulen in der Stadt und Agglomeration Luzern mit einem einfachen, günstigen öV-Billett zum Beispiel zum Schulschwimmen fahren können, gibt es auf dem Land nichts Vergleichbares. Oft weichen die Landschulen auf eigene Schulbusse aus. Bestehende öV-Strecken haben das Nachsehen.

Ein versenkter Vorschlag

Der Dienststelle Volksschulbildung, der Verband Luzerner Gemeinden (VLG) und der zuständige Tarifverbund wissen um den Mangel auf dem Land. Ein Vorschlag lag Anfang Jahr auf dem Tisch: Je nach Schulstufe unterschiedlich teure Klassenbillette hätten die Gemeinden kaufen können. Unter den Gemeinden prallten jedoch die Pro- und Contra-Meinungen zu diesem Vorschlag aufeinander. Der VLG versenkte den Vorschlag. 

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Ursi Burkart, Präsidentin Bereich Bildung im VLG, sagt: «Es ist schwierig, die Bedürfnisse aller Luzerner Gemeinden unter einen Hut zu bringen.» Der Vorschlag hätte der Stadt- und den Agglo-Gemeinden höhere Kosten aufgebürdet als die bisherige Lösung. 

Nächste Sitzung folgt

Den Kopf in den Sand zu stecken, kann es auch nicht sein, sagen sich Ursi Burkart, Charles Vincent von der Dienststelle Volksschulbildung und Pirmin Hodel, Präsident des Schulleiterverbands. Letzterer trifft sich Mitte September mit dem Verkehrsverbund, um Lösungen zu eruieren. «Wir sind interessiert an einer Lösung, so dass wir allen Schulklassen im Kanton Luzern ein gleichwertiges Schulklassen-Abo für Ausflüge anbieten können», sagt Romeo Degiacomi, Mediensprecher Verkehrsverbund.   

Luzerns Stadtrat Adrian Borgula ist auch im Boot: «Grundsätzlich ist die Stadt Luzern interessiert an einer guten Lösung.»


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